Rechnungshof soll Bundestheater-Holding schlechtes Zeugnis ausstellen
Wien (APA) - Laut der Tageszeitung „Der Standard“ stellt der Rechnungshof (RH) der Bundestheater-Holding in seinem Rohbericht ein schlechtes...
Wien (APA) - Laut der Tageszeitung „Der Standard“ stellt der Rechnungshof (RH) der Bundestheater-Holding in seinem Rohbericht ein schlechtes Zeugnis aus. Kritisiert würde u.a., dass die Holding „keine genehmigungsfähigen Dreijahrespläne mit den Bühnengesellschaften erarbeitet hat und keine realistischen mehrjährigen Finanzierungskonzepte für den Bundestheaterkonzern erstellt wurden“.
Die von Georg Springer geführte Holding erfülle „ihre strategische Führungsrolle nur unzureichend“. In der eingearbeiteten Stellungnahme der Holding soll darauf verwiesen werden, dass man über die Verteilung der vom Staat gegebenen Basisabgeltung für die Bühnen nicht allein verfügen könne. Die Holding brauche für ihren Verteilungsvorschlag die Zustimmung der Bühnen.
Laut der Zeitung stellen die Prüfer auch den Vorwurf mangelnder Kontrolle in den Raum. Auch die Quartalsberichte der Holding seien nicht ausreichend, für die vor allem am Burgtheater unüblich häufigen Barauszahlungen habe es „keine schriftlichen Richtlinien“ gegeben, „wonach die Konzerngesellschaften Barauszahlungen möglichst vermeiden ... sollten“.
Im Kulturministerium verweist man darauf, dass der RH-Endbericht noch nicht vorliege. Einen Rohbericht kommentiere man grundsätzlich nicht, hieß es gegenüber der APA. Gleichlautend äußerte sich auch Holding-Chef Georg Springer.
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