Landespolitik

Krise bei Vorwärts, Koalition elektrisiert

Gestern hätte es zur großen Aussprache bei Vorwärts kommen sollen. Andrea Krumschnabel blieb allerdings der Klubsitzung unentschuldigt fern....

Gestern hätte es zur großen Aussprache bei Vorwärts kommen sollen. Andrea Krumschnabel blieb allerdings der Klubsitzung unentschuldigt fern. Aus der Aussprache wurde nichts, nächste Woche soll der Landesparteivorstand über das Schicksal Krumschnabels entscheiden. Die Kufsteiner Abgeordnete hatte Ambitionen, Klubobmann Hans Lindenberger in seiner Funktion zu beerben. Sie sparte in Mails nicht mit Kritik an ihren Parteifreunden. Bis nach Pfingsten wollte sie sich entscheiden, wie es weitergehen soll. Optionen wie bei Vorwärts bleiben, bei einer anderen Partei andocken oder wilde Abgeordnete werden, werden Krumschnabel nachgesagt. Bestätigen wollte sie das nicht. Für eine Stellungnahme war Krumschnabel nicht erreichbar. „Meine Geduld ist schon langsam zu Ende“, gab Klubobmann Lindenberger gestern zu Protokoll. Er ortet „parteischädigendes Verhalten“ seitens der Abgeordneten. Einen Parteiausschluss hält Lindenberger für möglich. „Das muss der Landesparteivorstand entscheiden.“ Parteichef Hansjörg Peer verweist ebenfalls auf das Partei­gremium. Peer bereitet die Generalversammlung der Partei am 28. Juni in Innsbruck vor. Man wird sehen, ob Krumschnabel noch eine Einladung erhält. „Kein Thema“ ist ein mögliches Andocken der Abgeordneten Krumschnabel für die Liste Fritz. „Wir lassen uns in die parteiinternen Streitereien von Vorwärts nicht hineinziehen“, erklärt Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.

Weniger Sorgen als die Opposition scheint die Regierung zu haben. Sie will gemeinsam mit dem Bund Gemeinden, die ihre Straßenbeleuchtung energieeffizient machen, unterstützen. „Neben geringeren Energie- und Wartungskosten leisten die Leuchtmittel der neuen Generation auch einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit“, erklärt Energiereferent Josef Geisler (VP). Seit 2011 wurden mehr als zwei Millionen Euro in die Umstellung gesteckt. VP-Landesrat Johannes Tratter freut sich hingegen über die elektronische Landkarte Tirol. Ziel sei vor allem auch die regionale Nutzung des Kartenmaterials als Grundlage für Apps mit Geoinformationen und für das Geomarketing regionaler Unternehmen. (aheu)