Österreichische „Nachhilfe“ zu Lehrlingsausbildung in Schweden
Stockholm (APA) - Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) hat bei einem Treffen mit seinem schwedischen Amtskollegen als Finanzminister, Ande...
Stockholm (APA) - Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) hat bei einem Treffen mit seinem schwedischen Amtskollegen als Finanzminister, Anders Borg, in Stockholm unter anderem über die Lehrlingsausbildung diskutiert. Borg sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Dienstag , Schweden sei „voller Eifer“, diesbezüglich von Österreich zu lernen.
In Österreich stünden einem 15-Jährigen, der sich für die Lehrlingslaufbahn entscheide, viele Möglichkeiten offen, erklärte Spindelegger laut der schwedischen Nachrichtenagentur TT, die von Ort und Stelle berichtete.
In Schweden, wo eine wesentlich höhere Jugendarbeitslosenquote herrscht als in Österreich, versuchte die bürgerliche Allianzregierung unter Premier Fredrik Reinfeldt bereits in den vergangenen Jahren ein ähnliches Lehrlingsausbildungssystem wie in Österreich zu schaffen.
Die Schuld daran, dass diese Versuche bisher scheiterten, beziehungsweise das Ergebnis nicht annähernd den gewünschten Effekt zeitigte, gab Borg den Gewerkschaften, den Gemeinden, aber auch den schwedischen Arbeitgebern. Letztere hätten nicht „so viel Energie“ (in eine Verbesserung bei der bezahlten Beschäftigung von Lehrlingen) hineingesteckt“, wie er sich das wünschen würde, so der schwedische Finanzminister.
Die Allianzregierung hatte sich vor einigen Jahren vorgenommen, insgesamt 30.000 sogenannte Berufseinsteiger-Anstellungen für Unter-25-Jährige (so genannte „YA-Jobb“ mit 75 Prozent-Gehältern) pro Jahr zu schaffen. Laut Medienangaben hatten im Mai 2014 exakt 49 junge Schweden und Schwedinnen derartige Anstellungen.
Vizekanzler Spindelegger wollte in Stockholm auch noch mit Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt zusammentreffen. Dieses Gespräch ist jedoch nicht medienöffentlich. Spindelegger reist morgen (Mittwoch) nach Österreich zurück.
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