Irak - Jihadisten attackierten größte Öl-Raffinerie im Irak

Bagdad/Kirkuk (APA/AFP/dpa) - Im Irak haben die Jihadisten am Mittwoch die größte Raffinerie des Landes angegriffen. Die Aufständischen seie...

Bagdad/Kirkuk (APA/AFP/dpa) - Im Irak haben die Jihadisten am Mittwoch die größte Raffinerie des Landes angegriffen. Die Aufständischen seien in den Raffineriekomplex von Baiji in der Provinz Salaheddin nördlich von Bagdad eingedrungen, sagte ein Behördenvertreter. Die Sicherheitskräfte versuchten, sie zurückzuschlagen. Mehrere Öltanks seien in Brand geraten.

Ein Angestellter der Raffinerie sagte, die Beschäftigten seien geflohen. Mehrere Soldaten seien bei den Kämpfen getötet oder verletzt worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur „All Iraq“ reagierten irakische Regierungstruppen mit Luftangriffen auf Stützpunkte der sunnitischen Extremisten. Die Raffinerie war am Vorabend wegen des Vormarschs der Jihadisten geschlossen worden.

Die sunnitische Jihadistengruppe Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien (ISIS) hatte vergangene Woche in einer Blitzoffensive Mossul und die umliegende Provinz Ninive sowie Teile der angrenzenden Provinzen in ihre Gewalt gebracht. Vielerorts zog sich die Armee kampflos zurück, zahlreiche Soldaten desertierten. Zwischenzeitlich rückte ISIS, die auch von gemäßigten Sunniten unterstützt wird, bis nah an die Hauptstadt Bagdad heran, doch startete die irakische Regierung inzwischen eine Gegenoffensive und eroberte eigenen Angaben zufolge mehrere Städte nördlich von Bagdad zurück.