Kals hat ein Konsulat in Wien
Im Wiener Botschaftsviertel haben neun österreichische Gemeinden eine ständige Vertretung eingerichtet. Kals ist die einzige Tiroler Gemeinde.
Von Catharina Oblasser
Kals a. G., Wien –Der vierte Wiener Gemeindebezirk beherbergt neben ausländischen Botschaften nun auch eine ständige inländische Vertretung: In der Belvederegasse 26 wurde kürzlich das „Kommunalkonsulat“ eröffnet. Es soll ländlichen Gemeinden in der Bundeshauptstadt zu mehr Präsenz verhelfen und dem Erfahrungsaustausch dienen. Schließlich stehen angesichts von Abwanderung und fehlender Infrastruktur viele kleine Landgemeinden vor den gleichen Problemen.
Derzeit sind neun österreichischen Kommunen, die sich unter der Marke „Zukunftsorte“ zusammengetan haben, im Konsulat vertreten. Einer dieser Zukunftsorte ist Kals, zugleich die einzige Tiroler Gemeinde. „Wir haben jetzt einen Stützpunkt in Wien“, freut sich Bürgermeister Klaus Unterweger. „Das Kommunalkonsulat soll auch eine Anlaufstelle für unsere Studenten in Wien sein.“ Außerdem setzen die Zukunftsorte auf die so genannten „Ausheimischen“. Damit sind Bürgerinnen und Bürger gemeint, die ihren Heimatort aus beruflichen oder anderen Gründen nach Wien verlegt haben – so wie die Osttirolerin Klara Bacher. Die „Ausheimischen“ sollen in Wien quasi als Botschafter für ihre alte Heimat fungieren, sagt Unterweger.
Die Belvederegasse 26 will Kals für touristischen und kulturellen Austausch nutzen. „Auch musikalische Aktivitäten sind geplant“, sagt der Bürgermeister. Zum Einstand brachten die Osttiroler Kaffeetassen mit, die die Kalser Kindergartenkinder mit dem passenden Motiv bemalt hatten: dem Großglockner.
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