Sicherheit soll auch im Alter mitfahren
Innsbruck – Vier Senioren verloren heuer in Tirol bei Verkehrsunfällen bereits ihr Leben. Der älteste davon war 96 Jahre alt. „Mit zunehmend...
Innsbruck –Vier Senioren verloren heuer in Tirol bei Verkehrsunfällen bereits ihr Leben. Der älteste davon war 96 Jahre alt. „Mit zunehmendem Alter lassen die Wahrnehmung und die Beweglichkeit naturgemäß nach. Wir wollen versuchen, ältere Menschen mit Hilfe von Workshops zu sensibilisieren, wie sie Risiken im Straßenverkehr vermeiden können“, sagte LHStv. Ingrid Felipe gestern bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.
30.000 Euro investiert das Land Tirol in diese Workshops, die für die Teilnehmer kostenlos sind. Die „bewusst.sicher.werkstatt“ dauert drei Stunden. Zielgruppe ist die Generation 65+. 50 Kurse werden vom Verkehrssicherheitsfonds Tirol gefördert. „Es geht darum, dass die Teilnehmer lernen, Gefahrensituationen richtig einzuschätzen und ihre Kompensationsstrategien zu festigen, betont Martin Pfanner vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), das die Kurse durchführt.
„Auch wenn der Anteil der Unfallbeteiligten mit nur rund elf Prozent des Gesamtunfallgeschehens sehr niedrig ist, müssen die optimalen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit die Menschen weiterhin sicher und aktiv im Straßenverkehr unterwegs sind“, erklärt Bernhard Knapp, Vorstand der Abteilung Verkehrsrecht. „Das Selbstbild soll hinterfragt und die eigenen Stärken und Schwächen sollen herausgefiltert werden“, sagt der Leiter der Verkehrsrechtsabteilung. Der Workshop sei mit keinerlei Prüfung verbunden, betont Knapp: „Es geht wirklich nur um eine Sensibilisierung.“ Von den bislang rund 3000 Senioren, die österreichweit bereits am Workshop teilgenommen haben, hätten laut Pfanner 90 Prozent der Teilnehmer den Kurs als sehr gut bewertet.
Interessierte Gemeinden können sich direkt beim KfV telefonisch unter 0577077/1950 oder per E-Mail bei senioren@kfv.at melden, um die Veranstaltung zu organisieren. (kaz)
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