Alkohol-Verbot: Versuch am Museumsvorplatz
Innsbruck – Das erst in der vergangenen Woche mit 24:15 Stimmen mehrheitlich vom Innsbrucker Gemeinderat beschlossene Alkoholverbot in der F...
Innsbruck –Das erst in der vergangenen Woche mit 24:15 Stimmen mehrheitlich vom Innsbrucker Gemeinderat beschlossene Alkoholverbot in der Fußgängerzone Maria-Theresien-Straße (ausgenommen Gastgärten und Veranstaltungen), auf dem Bozner Platz und beim Busterminal am Innrain hat österreichweit für Schlagzeilen gesorgt. Ein Verbot, das in der Stadt nach wie vor umstritten ist. Nicht zuletzt, weil eine Verlagerung der „Szene“ auf andere öffentliche Plätze befürchtet wird.
Einer davon ist der Vorplatz zum Landesmuseum. Ein heikler Platz, wird er doch zu Schul- und Uni-Zeiten von bis zu 1200 Schülern umliegender Schulen und Studenten frequentiert. Zeitgleich mit dem Verbotsbeschluss hat unter anderem auch der Direktor des dortigen Akademischen Gymnasiums, Helmuth Aigner, um Maßnahmen gegen die Zustände dort gebeten.
Sogar Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI) räumte vor den Mandataren ein, dass sie eine Verlagerung zum Museumsvorplatz für durchaus möglich hält. Dies werde mit Sicherheit der nächste öffentliche Platz, so Oppitz-Plörer, bei welchem Maßnahmen angedacht werden müssten.
Im Unterschied zur Maria-Theresien-Straße und den weiteren vom Alk-Verbot betroffenen Plätzen sieht Oppitz-Plörer aber den Museumsvorplatz „als Feldversuch“, wie man sich auch abseits von Verboten dem Problem mit alternativen Lösungen nähern könnte. Hierzu hat die Bürgermeisterin alle Mandatare aufgerufen, sich Gedanken zu machen. Auch im zuständigen Sozialausschuss. Möglich wäre hier unter anderem der von den Grünen und Sozialdemokraten eingebrachte Vorschlag, verstärkt mit Sozialarbeitern zu arbeiten. SP und Grüne haben, wie berichtet, gegen das Alk-Verbot gestimmt. FI, ÖVP, FPÖ und Federspiel dafür. (mami)
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