Russland nennt Poroschenkos Vorschlag einer Feuerpause unzureichend

Kiew (APA/dpa) - Russland hat die vom ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko angekündigte einseitige Feuerpause als unzureichend bezeich...

Kiew (APA/dpa) - Russland hat die vom ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko angekündigte einseitige Feuerpause als unzureichend bezeichnet. „Wir erwarten einen allumfassenden Waffenstillstand und keine kurze Feuerpause“, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch.

Poroschenko müsse den Separatisten einen Dialog anbieten und nicht bloß fordern, dass diese sich ergeben. „Der ukrainische Präsident hat mehr versprochen“, sagte Lawrow der Agentur Interfax.

Der einflussreiche russische Außenpolitiker Alexej Puschkow nannte Poroschenkos Ankündigung ein „politisches Manöver“. Die Führung in Kiew habe wiederholt Initiativen angekündigt, bis heute aber keine davon umgesetzt. „Das weckt den Verdacht, dass alles nur Schein ist“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma.

Die Aufständischen lehnten den Vorstoß des Staatschefs ab. „Sie stellen das Feuer ein, wir geben die Waffen ab und sie schnappen sich uns. Das ist sinnlos“, sagte der Separatistenführer Denis Puschilin. Poroschenkos Plan sei „nur eine weitere populistische Erklärung“.