Anschläge in Kenia haben bisher kaum Auswirkungen auf Reiseverhalten

Wien/Nairobi (APA) - Die schweren Anschläge in Kenia haben bisher „keine dramatischen Auswirkungen“ auf das Reiseverhalten der Österreicher,...

Wien/Nairobi (APA) - Die schweren Anschläge in Kenia haben bisher „keine dramatischen Auswirkungen“ auf das Reiseverhalten der Österreicher, sagte Josef Peterleithner vom Österreichischen Reiseverband am Mittwoch zur APA. Der klassische Kenia-Tourist kenne das Land gut und bewege sich im Normalfall am Abend in den Hotelanlagen. Meist werde Safari mit Strandurlaub verbunden.

Das afrikanische Land ist für die heimischen Reiseveranstalter eine vergleichsweise wenig nachgefragte Destination. Rund drei Viertel der Kunden reisen im Winter, der Rest in den Sommermonaten.

In Deutschland indes ist die Zahl der TUI-Urlauber in Kenia aufgrund der Anschläge um rund 10 Prozent zurückgegangen, sagte TUI-Deutschland-Sprecherin Anja Braun am Mittwoch dem Radiosender MDR Info laut dpa. Dafür verzeichne TUI gegenwärtig „knapp 20 Prozent mehr Buchungen“ für Tansania.

Das österreichische Außenministerium hat am Montag eine Reisewarnung für das Gebiet an der Grenze zu Somalia ausgegeben. Für das gesamte Küstengebiet bestehe „hohes Sicherheitsrisiko“, für den Rest des Landes ein „erhöhtes“ Risiko. Reisenden wird eine Registrierung des Außenministeriums empfohlen.

In den vergangenen Tagen hat es in Kenia zwei schwere Anschläge auf Küstenorte gegeben, bei denen mehr als 60 Menschen starben. Die Regierung macht innenpolitische Gegner für die Massaker verantwortlich.

Das Dorf Mpeketoni liegt etwa 50 Kilometer von der kenianischen Urlaubsinsel Lamu entfernt, die lange als Urlaubsparadies im Indischen Ozean galt. Wegen der andauernden Gewalt und immer schärferer Sicherheitshinweise westlicher Regierungen erlebt der für Kenias Wirtschaft sehr bedeutende Tourismus eine schwere Krise.

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