Genuss

Das weltbekannte „Steirereck“ erfindet sich neu

© APA (Barbara Gindl)/BARBARA GIND

Eines der besten Restaurants der Welt wird am kommenden Montag wiedereröffnet. Nach größeren Umbauten als geplant.

Wien –Es hätte ein sanftes „Facelifting“ werden sollen, nun ist es doch ein ausgewachsener Umbau: Das Restaurant Steirereck im Wiener Stadtpark – laut dem britischen Restaurant Magazine auf Platz 16 der besten Restaurants der Welt – gönnt sich ein neues Konzept. Statt des großen, in Rot getauchten Essbereichs gibt es nun Pavillons mit Frischluftmöglichkeit, neue hellere Wände und Böden und eine Bar.

Vergangene Woche wurde noch heftig gesägt, gebohrt und gehämmert, aber Chefin Birgit Reitbauer ist dennoch optimistisch für die offizielle Wiedereröffnung am 23. Juni. Bis dahin wird kaum ein Stein auf dem anderen bleiben: Statt eines großen Essbereichs wird es künftig drei kleinere Bereiche sowie einzelne Pavillons geben – besser für Veranstaltungen und diskretes Abendessen, wie Reitbauer erklärte.

Das Besondere an den Pavillons: Sie sind mit großen Glasfenstern ausgestattet, die bei Schönwetter nach oben weggefahren werden können. In wenigen Minuten kann so eine überdachte Terrasse geschaffen werden. „Wir können uns endlich besser an das Wetter anpassen, früher haben wir uns nur an ganz wenigen Tagen getraut, draußen zu decken“, meinte die Restaurantführerin. „Außerdem hat man so viel mehr vom Park.“

Auch das Design soll heller werden: Spiegelnde Fassade, gezackte Holz-Stoffwände und ein Boden aus steirischem Zement und Donausandstein sorgen für den neuen Look: „Wir haben uns mit dem Res­taurant jetzt auch der Küche angepasst“, schilderte Reitbauer. Und die braucht Platz: Deshalb wurde auch ein bisschen ausgebaut – 600 Quadratmeter mehr stehen nun zur Verfügung, von einem größeren Weinkeller bis zur um ein Drittel größeren Küche.

Für die eiligen Gäste hat man sich ebenfalls etwas überlegt und ein eigenes Barkonzept geschaffen, das einen „schnellen Sprung und Drink auf dem Heimweg“ erlauben soll. „Außerdem leisten wir uns immer noch einen kleinen Raucherbereich für unsere Stammgäste“, erzählte Reitbauer. Die Anzahl der Sitzplätze bleibt mit 90 trotz der neuen Anordnung gleich. „Wir haben unser Haus optimiert – das Äußere und der Raum selbst wirken jetzt viel stärker“, freute sich die Chefin. (APA)