Nach Reporter-Tod in Ukraine: Russland beschuldigt Kiewer Politiker

Kiew (APA/dpa) - Nach dem Tod zweier russischer Journalisten bei den Gefechten in der Ukraine hat die Moskauer Justiz ein Verfahren gegen zw...

Kiew (APA/dpa) - Nach dem Tod zweier russischer Journalisten bei den Gefechten in der Ukraine hat die Moskauer Justiz ein Verfahren gegen zwei hochrangige Kiewer Politiker eingeleitet. Innenminister Arsen Awakow und Gebietsgouverneur Igor Kolomoiski seien „mehrerer Kapitalverbrechen verdächtig“, sagte am Mittwoch der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Wladimir Markin, in Moskau der Agentur Interfax zufolge.

Awakow wies die Vorwürfe zurück. Die Journalisten waren an einer Straßensperre prorussischer Separatisten am Dienstag vermutlich beim Granatenbeschuss durch Regierungseinheiten getötet worden.

Bei erneuten Gefechten in der Ostukraine kamen mindestens zehn Aufständische und vier Soldaten ums Leben. Zudem seien zahlreiche Militärs bei Schusswechseln im Raum Luhansk verletzt worden, sagte Armeesprecher Wladislaw Selesnjow. Beide Seiten vereinbarten in Luhansk die Übergabe von Todesopfern. Präsident Petro Poroschenko kündigte eine Offensive auf die Separatistenhochburg Slawjansk an.