Abgeordnete nehmen GM-Chefin wegen Zündschloss-Skandal in die Zange

Detroit (Michigan) (APA/dpa) - Die seit Jahresbeginn amtierende GM-Chefin Mary Barra muss sich im Zündschloss-Skandal die Frage nach ihrer e...

Detroit (Michigan) (APA/dpa) - Die seit Jahresbeginn amtierende GM-Chefin Mary Barra muss sich im Zündschloss-Skandal die Frage nach ihrer eigenen Rolle gefallen lassen. US-Abgeordnete wollten am Mittwoch bei einer Kongressanhörung in Washington wissen, wie ein gefährlicher Defekt mehr als zehn Jahre lang ignoriert werden konnte. Bei Unfällen mit Kompaktwagen, die bei voller Fahrt ausgingen, starben nach GM-Angaben 13 Menschen.

Verbraucherschützer gehen von mehr als 300 Toten aus.

Zwar habe ein GM-Bericht die Verfehlungen einzelner Mitarbeiter aufgeführt, jedoch habe der Bericht nicht geklärt, wer letztlich an der Spitze verantwortlich gewesen sei, sagte die Abgeordnete Diana DeGette. Sie merkte an, dass Barra vor ihrer Berufung zur Konzernchefin die Entwicklungsabteilung geleitet habe und damit auch zuständig für die Fahrzeugsicherheit gewesen sei.

Die Firmenkultur bei GM sei darauf ausgerichtet gewesen, dass niemand Verantwortung übernehme, sagte der Abgeordnete Fred Upton. „Das System hat versagt und Leute sind gestorben. Dies hätte vermieden werden können.“ Barra räumte bei ihrem dritten Auftritt vor einem Kongressausschuss erneut Versäumnisse ein, erklärte aber, Maßnahmen ergriffen zu haben, darunter die Trennung von 15 Mitarbeitern. „Wir tun viel.“ Der Opel-Mutterkonzern GM ruft 20 Millionen Autos wegen diverser Defekte zurück.

~ ISIN US37045V1008 WEB http://www.gm.com/ ~ APA489 2014-06-18/17:03