US-Börsen treten vor Zinsentscheidung weiter auf der Stelle

New York (APA) - Die New Yorker Aktienmärkte haben am Mittwoch kurz vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank wenig ...

New York (APA) - Die New Yorker Aktienmärkte haben am Mittwoch kurz vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank wenig verändert tendiert. Gegen 19.25 Uhr notierte der Dow Jones minimale 8,15 Zähler oder 0,05 Prozent tiefer bei 16.800,34 Punkten.

Der S&P-500 Index gewann hingegen 0,88 Punkte oder 0,05 Prozent auf 1.942,87 Zähler. Der Nasdaq Composite Index wiederum fiel um 5,68 Zähler oder 0,13 Prozent auf 4.331,55 Einheiten.

An der Wall Street wartet alles auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve (Fed) und die anschließende Pressekonferenz von Notenbank-Chefin Janet Yellen. Marktbeobachter erwarten, dass das milliardenschwere Anleihenkaufprogramm um weitere 10 Mrd. Dollar verringert wird. Yellens Rede dürfte von den Anlegern zudem auf Hinweise zur Zinswende abgeklopft werden.

Zuvor veröffentlichte Konjunkturdaten rückten in den Hintergrund. Das Defizit in der Leistungsbilanz hat sich im ersten Quartal 2014 deutlich ausgeweitet - und liegt damit am höchsten Stand seit Anfang 2012. Ansonsten blieb der Datenkalender leer.

Im Dow notierten General Electric um 0,5 Prozent tiefer. Der Konzern bereitet im Bietergefecht um den französischen Industriekonzern Alstom ein neues Angebot vor. Die Amerikaner wollen demnach akzeptieren, nur einen Teil des Stromnetzgeschäfts der Franzosen zu bekommen. Zudem sollen sie bereit sein, ihr eigenes Bahnsignaltechnik-Geschäft ganz oder teilweise an Alstom zu übergeben.

Ebenfalls schwächer tendierten General Motors (GM), die sich um 0,84 Prozent verbilligten. Die auf Verbraucherklagen spezialisierte US-Anwaltskanzlei Hagens Berman sieht die Marke GM derart beschädigt, dass der Wert aller Wagen des größten US-Autobauers gelitten habe. Hagen Bermanns will nun über eine Sammelklage mehr als 10 Milliarden Dollar an Schadenersatz für Autobesitzer erstreiten. Unterdessen musste sich GM-Chefin Mary Barra in Washington einer Anhörung vor dem Kongress stellen.

Zugewinne verzeichneten die Anteilsscheine von FedEx. Der Paketdienst hat im abgelaufenen Quartal von einem anziehenden Versandgeschäft profitiert. Im Verlauf notierten die Anteilsscheine um 4,97 Prozent höher bei 147,27 Dollar.

Adobe schossen 7,61 Prozent in die Höhe. Im vergangenen Quartal gab es das erste Umsatzplus in eineinhalb Jahren. Auch die Zahl der Kunden in den neuen Cloud-Diensten stieg schneller als erwartet. Adobe verkauft seine Programme mittlerweile als Mietsoftware im Abo statt der früheren Einmalzahlung.

Deutliche Abschläge verzeichneten hingegen ConAgra, die 7,89 Prozent auf 30,26 Dollar verloren. Der Lebensmittelkonzern hat seinen Ausblick gesenkt. Schwache Verkaufszahlen und sinkende Gewinne bei den Eigenmarken seien verantwortlich, begründete der Konzern den Schritt.

Walgreen legten 2,71 Prozent auf 75,08 Dollar zu. Marktteilnehmer verwiesen auf eine positive Studie der britischen Großbank Barclays.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA576 2014-06-18/19:37