Liechtenstein gab veruntreutes Geld von Ex-Staatschef frei
Genf/Abuja (APA/AFP) - Liechtenstein hat 167 Millionen Euro freigegeben, die der frühere nigerianische Diktator Sani Abacha in den 1990er Ja...
Genf/Abuja (APA/AFP) - Liechtenstein hat 167 Millionen Euro freigegeben, die der frühere nigerianische Diktator Sani Abacha in den 1990er Jahren veruntreute und in das Fürstentum transferierte. Wie am Mittwoch offiziell mitgeteilt wurde, soll das Geld an Nigeria ausbezahlt werden. Das hat das afrikanische Land seit 14 Jahren verlangt.
Die nigerianische Justiz ließ nach der Ankündigung umgehend eine Anklage gegen Abachas Sohn Mohammed wegen Diebstahls fallen, wie dessen Anwalt Haruna Abdullahi mitteilte.
Abacha war ab dem Jahr 1993 bis zu seinem Tod im Jahr 1998 nigerianischer Militärdiktator. In dieser Zeit soll er insgesamt etwa 1,6 Milliarden Euro aus der Staatskasse auf die Seite geschafft haben. Erst Ende März verlangte Nigeria von den USA die Herausgabe von umgerechnet etwa 330 Millionen Euro, die kurz zuvor von der US-Justiz beschlagnahmt worden waren.
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