Fußball-WM: Herzog ortet bei USA vor Portugal-Spiel Steigerungsbedarf
Sao Paulo (APA) - Der Start des US-Teams in die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ist geglückt - allerdings mehr vom Ergebnis als von d...
Sao Paulo (APA) - Der Start des US-Teams in die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ist geglückt - allerdings mehr vom Ergebnis als von der Leistung her. Dennoch könnte die Mannschaft von Assistenz-Coach Andreas Herzog dank des glücklichen 2:1 gegen Ghana mit einem Sieg in der Nacht auf Montag in Manaus gegen Portugal bereits das Achtelfinal-Ticket lösen, sofern Deutschland zuvor nicht gegen Ghana verliert.
Mit einer Leistung wie gegen die Afrikaner wird ein voller Erfolg über Cristiano Ronaldo und Co., allerdings schwierig, weiß Herzog. „Wir haben nicht so gut gespielt, daher sind wir über das Resultat sehr glücklich. Jetzt müssen wir spielerisch stärker werden“, forderte der ÖFB-Rekord-Internationale.
Herzog begründete die durchwachsene Darbietung allerdings auch mit dem Verletzungspech seiner Mannschaft. „Dadurch haben wir ein bisschen den Faden verloren, und durch die nötigen Auswechslungen waren unsere taktischen Möglichkeiten eingeschränkt.“
Jozey Altidore und Matt Besler erlitten gegen Ghana Muskelverletzungen, Clint Dempsey musste mit einem Nasenbeinbruch durchspielen und Geoff Cameron klagte nach dem Schlusspfiff über hohes Fieber. „Dadurch war praktisch schon nach 20 Minuten alles über den Haufen geworfen, was wir davor wochenlang trainiert haben“, sagte Herzog, dessen Team keine Nachnominierungen mehr vornehmen darf.
Personell zumindest genauso schlimm gebeutelt ist der kommende US-Gegner. Bei Portugal fehlen die verletzten Hugo Almeida und Fabio Coentrao, dazu ist Pepe gesperrt. „Die Portugiesen sind angeschlagen. Trotzdem ist das eine Klassemannschaft, beim Spiel gegen Deutschland ist alles gegen sie gelaufen“, betonte Herzog.
Die 0:4-Schlappe der Iberer gegen die DFB-Auswahl könnte für das US-Team den angenehmen Nebeneffekt haben, dass eventuell schon ein Punkt gegen Portugal fürs Achtelfinale reicht. „Aber wir beginnen jetzt nicht zu spekulieren, wir müssen noch unsere Wunden lecken“, sagte Herzog.
Der 45-jährige Assistent von Chefcoach Jürgen Klinsmann zeigte sich von der Vorstellung der Deutschen gegen Portugal tief beeindruckt. „Sie haben überragend gespielt. Dass sie so stark sind, hätte ich nicht gedacht.“
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