Triathlon: London-Olympiasieger Favoriten bei Kitzbühel-EM
Kitzbühel (APA) - Bei den 30. Triathlon-Europameisterschaften ab Freitag in Kitzbühel gehen in den verschiedensten Altersklassen 2.500 Athle...
Kitzbühel (APA) - Bei den 30. Triathlon-Europameisterschaften ab Freitag in Kitzbühel gehen in den verschiedensten Altersklassen 2.500 Athleten an den Start. In der Elite ist Österreich mit vier Damen und drei Herren vertreten. Mit der Schweizerin Nicola Spirig und dem Briten Alistair Brownlee sind beide Olympiasieger mit dabei. Erstmals werden bei einer EM auch Medaillen in der Mixed-Teamstaffel vergeben.
Nach dem WM-Serie-Bewerb im Vorjahr mit dem Radrennen auf das berüchtigte Kitzbüheler Horn, führt die EM wieder über die Originalstrecke, die sich bei den Rennen zur ITU-World-Series bewährt hat. Nach 1.500 m Schwimmen im Schwarzsee geht es heuer auf die 43,2 Kilometer Radstrecke durch die Kitzbüheler Innenstadt. Zum Abschluss werden noch zehn Kilometer rund um den Schwarzsee gelaufen.
Viel vorgenommen hat sich der Salzburger Lukas Hollaus. „Die Vorbereitung war bei mir wirklich super. Ich habe gerade im Schwimmen große Fortschritte gemacht“, erzählte der 27-Jährige. So konnte sich Hollaus in der Weltrangliste um über 70 Plätze verbessern und liegt nun auf Rang 90. Er hat auch schon ITU-Punkte für die Olympiaqualifikation gesammelt.
Über den Streckenverlauf ist er happy. „Die Strecke im Tal liegt mir einfach besser. Wenn es im Schwimmen klappt, kann ich ganz vorne dabei sein.“ Weiters sind für Österreich Alois Knabl (Platz 29 im WM-Bewerb Ende April in Kapstadt, Weltcup-18. im Mai in China) und Thomas Springer (in WM-Serie heuer 23. und 35.) mit dabei. Titelverteidiger ist der Russe Iwan Wasilijew, als großer Favorit wird Olympiasieger Brownlee gehandelt, der in Kitzbühel schon viermal gewonnen hat. „Der wird schwer zu biegen sein“, glaubt auch Hollaus.
Titelverteidigerin bei den Damen ist Rachel Klamer. „Wieder Erste zu werden, ist schwierig, weil auch Nicola Spirig am Start ist“, betonte die zierliche Niederländerin. Aussichtsreichste Österreicherin ist Lisa Perterer. „Die Vorbereitung war nicht gerade optimal, weil ich nach Radstürzen einige Zeit verletzt war“, berichtet die 22-jährige Kärntnerin. „Aber wenn ich nach dem Radfahren vorne dabei bin, ist alles möglich. Ich bin ja eine der besten Läuferinnen im kompletten Triathlonfeld“. Theresa Moser, Sara Vilic und Julia Hauser komplettieren das Aufgebot.
Zum Abschluss der Titelkämpfe werden am Sonntag erstmals Medaillen in der Mixed-Teamstaffel vergeben. Dabei müssen zwei Damen und zwei Herren abwechselnd 200 Meter Schwimmen, 8,6 Kilometer Radfahren und 2,4 Kilometer Laufen. „Wen wir aufstellen, entscheidet sich erst nach den Einzel-Rennen“, erklärte Robert Michlmayr, Sportdirektor im österreichischen Triathlonverband.
Rund eine Million Euro kostet dem österreichischen Verband die EM-Durchführung, die dritte hierzulande nach Linz 1990 und Velden 1998. Für die Region um Kitzbühel sollen sich diese Titelkämpfe aber auch lohnen, der Tourismus rechnet im Vorsommer mit rund 30.000 zusätzlichen Nächtigungen.
Österreichs EM-Team und Programm - Damen (Freitag, 15.00 Uhr): Lisa Perterer, Sara Vilic, Theresa Moser, Julia Hauser; Herren (Samstag, 15.00): Lukas Hollaus, Alois Knabl, Thomas Springer; Mixed-Teamstaffel (Sonntag, 15.30)
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