Ex-Diktator Taylor verlangt wegen Familie Verlegung nach Ruanda
London (APA/dpa) - Der als Kriegsverbrecher verurteilte frühere Präsident Liberias, Charles Taylor, pocht auf sein Recht auf ein Familienleb...
London (APA/dpa) - Der als Kriegsverbrecher verurteilte frühere Präsident Liberias, Charles Taylor, pocht auf sein Recht auf ein Familienleben und will aus seinem britischen Gefängnis nach Ruanda verlegt werden. Taylor habe dies beantragt, bestätigte am Donnerstag das britische Außenministerium.
Taylor war 2012 im „Blutdiamanten-Prozess“ wegen der Anstiftung und Beihilfe zu tausendfachem Mord, Folterungen und Vergewaltigungen zu 50 Jahren Haft verurteilt worden. Seitdem verbüßt er seine Strafe in einem Gefängnis im nordenglischen Durham.
Die britische „Daily Mail“ berichtete am Donnerstag, der 66-Jährige habe am Mittwoch beim UN-Sondertribunal zu Sierra Leone um die Verlegung nach Ruanda gebeten, wo andere Verurteilte des Prozesses ihre Strafe absitzen. Es sei dort für seine Familie einfacher, ihn zu besuchen. Zudem befürchte er, in dem englischen Gefängnis von Mitinsassen angegriffen zu werden. „Wir sagen, dass das Vereinigte Königreich eine Pflicht hat, ein Familienleben möglich zu machen, nicht nur für ihn, sondern auch für seine Familie“, sagte Taylors Anwalt John Jones dem BBC-Rundfunk.
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