Formel 1: Königsklasse im Fußball-Fieber - Alonso trifft Spanien-Aus
Spielberg (APA) - Die Formel 1 befindet sich im Fußball-Fieber. Nach dem WM-Aus von Welt- und Europameister Spanien erschien Ferrari-Star Fe...
Spielberg (APA) - Die Formel 1 befindet sich im Fußball-Fieber. Nach dem WM-Aus von Welt- und Europameister Spanien erschien Ferrari-Star Fernando Alonso am Donnerstag leicht geknickt im Fahrerlager in Spielberg. Die deutsche Fraktion um Weltmeister Sebastian Vettel und WM-Leader Nico Rosberg dagegen fiebert bereits dem zweiten Gruppenspiel der Deutschen in Brasilien am Samstag gegen Ghana entgegen.
Alonso versuchte das Out seiner Landsleute mit Fassung zu tragen. „Wir müssen trotzdem Danke sagen für das, was sie uns in den vergangen Jahren gegeben haben“, erinnerte der bekennende Real-Madrid-Fan an Spaniens von 2008 bis 2012 währende Titelserie. Das Ende einer Ära sei es nicht. „Wir sind jetzt früher zu Hause als erwartet, so ist das Leben. Wir haben nicht gut genug gespielt, die anderen Teams waren besser.“
Für das Land, das mit Felipe VI. am Donnerstag zudem einen neuen König erhalten hat, sei es besonders schade. „Bei einer WM wird immer viel erwartet. Es ist gut, wenn das Team die Leute glücklich macht“, sagte Alonso. „Hoffentlich kommen wir in vier Jahren stärker zurück.“
Dann dürfte Alonso auch die Beantwortung lästiger Kurznachrichten leichter fallen. Sein früherer Ferrari-Teamkollege Felipe Massa hat ihm am Mittwoch nach Spaniens WM-Aus mit dem 0:2 gegen Chile eine solche geschrieben. Der Brasilianer hofft, dass sein Team noch länger im Rennen ist - trotz eines mageren 0:0 zuletzt gegen Mexiko. „Es ist gut, dass wir das Erlebnis mit Mexiko schon so früh gehabt haben“, erklärte Massa. „Daraus können wir lernen.“
Den mexikanischen Fahrern bescherte das torlose Remis gegen den Rekordweltmeister eine breite Brust. „Das Team macht einen sehr guten Job. Das kann einer der besten Weltmeisterschaften in der Geschichte unseres Landes werden“, meinte Sergio Perez. „Sie sind in einer guten Position und ich hoffe, sie kämpfen weiter“, ergänzte Landsmann Esteban Gutierrez. Am Montag geht es gegen Kroatien.
Für die Deutschen steht schon am Samstag nach dem F1-Qualifying in der Steiermark WM-Schauen auf dem Programm. „Hauptsache wir gewinnen“, erklärte Vettel. Auch Rosberg ist guter Dinge. Den Auftakt gegen Portugal hatte er mit der gesamten Familie verfolgt. „Ich habe einen starken Auftritt erwartet, aber kein 4:0“, erklärte der Bayern-Fan. „Das war großartig.“
Rosberg versucht, so viele Spiele wie möglich zu sehen. Einzig mit dem englischen Personal in seinem Rennstall kann er nicht schauen. „Sonst bekomme ich im Team ein Problem, wenn ich juble, wenn gegen die ein Tor fällt“, scherzte der Mercedes-Pilot.
Problemloser geht das mit den bereits ausgeschiedenen Australiern. „Wir spielen nur noch um den Holzlöffel“, sagte Shooting-Star Daniel Ricciardo. In Australien steht das sprichwörtlich für einen Trostpreis - immerhin ist es das Duell mit dem entthronten Weltmeister. „Sie haben gut gekämpft und Tore gemacht. Sie haben angegriffen und riskiert“, lobte Ricciardo seine Landsleute. „Zumindest darauf können wir stolz sein.“
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