Kurioses

Formulare sollen Ursache des Gestanks klären helfen

© Michael Mader

Nach drei Monaten gibt es weniger Beschwerden über den muffigen Geruch im Großraum Schwaz, der Verursacher bleibt unbekannt.

Von Michael Mader

Schwaz –Es stinkt kaum noch – zumindest lassen das die nachlassenden Beschwerden in Schwaz vermuten. „Der Zustand hat sich gebessert“, vermeldet auch Bezirkshauptmann Karl Mark. Lokalisiert werden konnte der Verursacher des muffigen Geruchs allerdings noch immer nicht, obwohl mehrere Sachverständige vor Ort quasi als Spürnasen unterwegs waren.

„Es ist wahnsinnig schwer, das Gebiet einzugrenzen, zumal die Beschwerden über die Geruchsbelästigung von Schwaz bis nach Kramsach gereicht haben. Der Schwerpunkt der Meldungen liegt aber eindeutig in der Mitte des Inntals im Großraum Schwaz“, sagt Mark.

Mittlerweile wurde, wie berichtet, die Umweltabteilung beim Amt der Tiroler Landesregierung zu Hilfe gerufen. Doch auch dort wird über die Ursache des penetranten Gestanks gerätselt.

Um die unzähligen Beschwerden besser zuordnen zu können, hat man ein einheitliches Meldungsformular entworfen, wie Umweltabteilungsleiter Kurt Kapeller erklärt: „Dort wird unter anderem Ort, Datum und Zeit genau festgehalten.“ Aber auch die Geruchsart und die Intensität sowie das Wetter und der Wind sollten dort notiert werden. Das entsprechende Formular kann auf der Homepage der Bezirkshauptmannschaft Schwaz heruntergeladen werden. „Auch alle bisherigen Melder sind aufgefordert worden, das einheitliche Formular auszufüllen“, erklärt Kapeller. So sollen besser vergleichbare Daten erhalten werden.

Trotzdem sei bislang eine exakte räumliche Zuordnung nicht möglich gewesen. Auch die Nachschau eines Landwirtschaftssachverständigen, des Leiters des Anlagenrechts an der Bezirkshauptmannschaft in Schwaz und der Schwazer Amtsärztin brachte laut Kapeller nur mäßigen Erfolg.

Wie es in dieser ungustiösen Sache weitergeht, können weder Mark noch Kapeller sagen. „Wir nehmen diese Sache aber sehr ernst“, betont Kapeller. Die Bevölkerung solle auch weiterhin Geruchsbelästigungen mittels Formular melden.