Wiedersehen nach 200 Jahren: Schützengemälde in Amsterdam

Amsterdam (APA/dpa) - Nach 200 Jahren sind die berühmten Schützengemälde Alter holländischer Meister wieder gemeinsam an ihrem ursprüngliche...

Amsterdam (APA/dpa) - Nach 200 Jahren sind die berühmten Schützengemälde Alter holländischer Meister wieder gemeinsam an ihrem ursprünglichen Platz im Amsterdamer Palast zu sehen. Von den 18 Gemälden, darunter die berühmte „Nachtwache“ von Rembrandt, werden sieben Originale und elf Kopien gezeigt. König Willem-Alexander will die Ausstellung „In All Their Glory“ (etwa: In all ihrer Pracht) am Freitag eröffnen.

Für die Schau wurden auf Basis historischer Dokumente die beiden ehemaligen Kriegsratssäle rekonstruiert. Sie werden nun einmalig für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach dem Ende der Ausstellung am 31. August sollen sie wieder von der königlichen Familie für offizielle Empfänge genutzt werden.

Der heutige königliche Palast auf dem Dam, dem zentralen Platz der Hauptstadt, war bis 1808 Rathaus der Stadt. Berühmte Maler des 17. Jahrhunderts hatten im Auftrag der Stadt zum Teil lebensgroße Gruppen-Porträts von der Bürgerwehr der Kaufleute erstellt.

Rembrandts „Nachtwache“, die im Reichsmuseum gezeigt wird, hing zunächst im sogenannten kleinen Kriegsratssaal. Von dem Kunstwerk mussten damals an den Rändern Stücke abgeschnitten werden, da es sonst nicht zwischen zwei Türen gepasst hätte.