Genf zeigt Unfälle und Zufälligkeiten im Werk von Auguste Rodin
Genf (APA/sda) - Der französische Bildhauer und Zeichner Auguste Rodin (1840-1917) hat die Bildhauerei revolutioniert, indem er Zufälligkeit...
Genf (APA/sda) - Der französische Bildhauer und Zeichner Auguste Rodin (1840-1917) hat die Bildhauerei revolutioniert, indem er Zufälligkeit und Unfall in seine Arbeit integrierte. Am Freitag eröffnet das Musee d‘art et d‘histoire (MAH) Genf eine Ausstellung zu diesem Thema mit rund 80 Arbeiten des Künstlers. Die Schau läuft bis 28. September.
Die Ausstellung „Rodin. L‘accident. L‘aleatoire“ soll zeigen, wie Rodin - in ständiger Auseinandersetzung mit Skandalen und Unverständnis - ein Werk schuf, das den Weg ins 20. Jahrhundert ebnete. Heute ist man sich bewusst, dass der Zufall zum Schöpfungsprozess dazu gehört - im 19. Jahrhundert stand Rodin mit dieser Ansicht allein auf weiter Flur.
Doch am Ende war es Rodins Einfluss, der den Wandel ins Rollen brachte. Durch Zufälle, die in seinem Atelier passierten, entdeckte er, wie eine Form des Unvollendeten, wahrgenommen durch einen Defekt oder einen Fehlschlag, einen Beitrag zum Gelingen eines Kunstwerks leisten kann. Im Verlaufe der 1890er Jahre lernte er, seine Erkenntnisse mit externen Einflüssen in Einklang zu bringen: der Zeit, der fehlerhaften Natur von Materialien, den Prozessen des Gießens, des Zusammenstellens oder des Vergrößerns - und selbst mit der Hilflosigkeit seiner Assistenten.
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