Zeitreise in Emden: Kunsthalle folgt Wandlungen von Jawlensky
Emden (APA/dpa) - Ein unbekannter junger Realist entwickelt sich vor 100 Jahren zum weltberühmten Expressionisten: In Emden können Besucher ...
Emden (APA/dpa) - Ein unbekannter junger Realist entwickelt sich vor 100 Jahren zum weltberühmten Expressionisten: In Emden können Besucher auf einer Zeitreise dem Leben des Malers Alexej Jawlensky (1864-1941) folgen. Zu dessen 150. Geburtstag eröffnet die Kunsthalle morgen, Samstag, die Ausstellung „Horizont Jawlensky. Auf den Spuren von van Gogh, Matisse, Gauguin“.
Unter den 130 Exponaten sind bis zum 19. Oktober Werke berühmter Vorbilder zu sehen, die den Maler stark beeinflusst haben, darunter Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Henri Matisse. Aus der populärsten Schaffensphase zwischen den Jahren 1900 und 1914 werden in Emden 76 Jawlensky-Arbeiten gezeigt. Zwei ihrer eigenen vermeintlichen Jawlensky-Bilder bleiben dagegen im Depot der Kunsthalle: Sie hatten sich vor kurzem als Fälschungen entpuppt.
„Horizont Jawlensky“ ist der Höhepunkt im Ausstellungsprogramm der Kunsthalle 2014. Die Schirmherrschaft hat der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck. Die opulente Schau war zuvor im Museum Wiesbaden zu sehen und wurde dort zu einem großen Erfolg.
Für Kurator Frank Schmidt ist die Schau ein „Gipfeltreffen der Moderne“: „Jawlensky bewegte sich im Umfeld der Künstlerszene ‚Blaue Reiter‘ und tauschte sich mit Malern wie Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und Franz Marc aus. Er erlebte eine dramatische Entwicklung und erweiterte mit jeder Reise seinen Horizont“, sagte der wissenschaftliche Direktor der Kunsthalle. Über seine Vorbilder hinaus habe Jawlensky einen ganz eigenen Stil herausgeschält, der ihn schließlich weltberühmt machte.
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