Tirol

Zwei Jugendliche nach Angriff auf Innsbrucker Polizisten in U-Haft

Nach seiner Einvernahme schlug ein Zwölfjähriger die Scheibe der Inspektion ein. Angeblich aus Wut über eine Ohrfeige.
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Eine Ohrfeige war angeblich der Auslöser für den Angriff von drei Jugendlichen auf zwei Polizisten. Die Beamten wurden verletzt.

Innsbruck –Der gewalttätige Widerstand durch Jugendliche gegenüber Beamten der Polizeiinspektion Reichenau diesen Mittwoch – die TT berichtete – birgt eine Überraschung. So handelt es sich bei der nunmehr festgenommenen 16-Jährigen um das gleiche Mädchen, das schon vor knapp zwei Wochen im Schwimmbad Tivoli Auslöser für einen brutalen Übergriff auf eine Polizeibeamtin gewesen war. Jene 14-Jährige, die der Beamtin gegen den Kopf getreten hatte, befindet sich nach kurzer Einvernahme wieder auf freiem Fuß – im Gegensatz zu den Angreifern von Mittwoch, wie Staatsanwalt Hansjörg Mayr gestern bestätigte: „Über die 16-Jährige und einen 15-jährigen Burschen aus dieser Gruppe haben wir nun Untersuchungshaft aus dem Grund der Tatbegehungsgefahr verhängt. Gegen beide wird wegen versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt und schwerer (weil Beamte verletzt wurden) Körperverletzung ermittelt.“ Die Verhängung der Haft über Jugendliche macht dabei die Anklagebehörde nicht glücklich. Mayr: „Es ist wirklich das allerletzte Mittel. Aber Maßnahmen wie Diversionen oder bedingte Strafen haben nichts geholfen!“

Der Auslöser für die Auseinandersetzung am Mittwoch vor der Polizeiinspektion Reichenau: Offenbar hat ein Zwölfjähriger einen Polizisten bei der Einvernahme wüst beschimpft und mit dem Umbringen bedroht. Der Heimbewohner behauptet, er sei in der Folge geohrfeigt worden. Und diese angebliche Misshandlung war dann der Auslöser für die Sachbeschädigungen. Als zwei Beamte den Zwölfjährigen vor der Inspektion zur Rede stellten, mischten sich ein 16-jähriges Mädchen und ein 15-Jähriger ein. Der Startschuss für die brutale Schlägerei. Dabei ging ein Beamter zu Boden, der 15-Jährige sprang dann auf dessen Rücken. Der Polizist erlitt schwere Prellungen und konnte sich für einige Zeit nicht mehr bewegen. Sein Kollege trug eine Bisswunde davon. (fell, tom)