Iran enttäuscht von Obamas Ankündigungen zum Irak-Konflikt

Teheran/Bagdad (APA/AFP) - Die iranische Regierung hat sich enttäuscht von den Ankündigungen von US-Präsident Barack Obama zum Irak-Konflikt...

Teheran/Bagdad (APA/AFP) - Die iranische Regierung hat sich enttäuscht von den Ankündigungen von US-Präsident Barack Obama zum Irak-Konflikt gezeigt. Obama fehle der „ernsthafte Wille, den Terrorismus im Irak und in der Region zu bekämpfen“, sagte Vize-Außenminister Hossein Amir Abdollahian am Freitag laut staatlichen iranischen Medien.

Im Nachbarland Irak steht die Regierung durch eine Offensive der sunnitischen Extremistengruppe Islamischer Staat im Irak und Großsyrien (ISIS) unter Druck. Die Jihadisten haben seit Anfang Juni weite Teile des Nordirak unter ihre Kontrolle gebracht.

Die Regierung in Bagdad hatte die USA am Mittwoch offiziell gebeten, sie mit Luftangriffen zu unterstützen. Obama hatte am Donnerstag zwar erklärt, die USA seien bereit, „gezielte und präzise Militäraktionen“ im Irak auszuführen, ließ aber offen, ob es dazu kommen wird. Vorerst sollten „bis zu 300“ US-Soldaten als Berater die irakische Armee unterstützen. Den Einsatz von Bodentruppen schloss Obama erneut aus.

„Verzögerungen im Kampf gegen den Terrorismus und ISIS sowie dazu gestellte Bedingungen haben Argwohn und Zweifel zu den Zielen der Vereinigten Staaten im Irak gesät“, sagte Abdollahian. Anstatt die nationale Einheit und die Regierung zu stärken, treibe Washington einen Keil zwischen unterschiedliche Gruppen im Irak.