Bürgerkrieg in Syrien

Sechs Punkte für eine Lösung im Syrien-Konflikt

UN-Chef Ban Ki Moon legt einen Plan zur Beendigung der Syrien-Krise vor. Am selben Tag fordert ein Bombenanschlag Dutzende Tote.

New York - Mit einem Sechs-Punkte-Plan will UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die ins Stocken geratenen Bemühungen um ein Ende des Bürgerkriegs in Syrien neu beleben. Forderungen in dem Papier sind ein Waffenembargo, unbeschränkter Zugang für humanitäre Hilfslieferungen und eine Wiederaufnahme der diplomatischen Bemühungen, wie Ban am Freitag in New York während einer Rede in der Asiatischen Gesellschaft darlegte.

Außerdem sieht der Plan vor, dass der Syrien-Konflikt an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag überwiesen wird. Ban plädiert weiterhin dafür, dass die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen sofort beendet wird. „Lasst uns jetzt zusammenarbeiten, um gemeinsam eine bessere Zukunft für die Menschen in Syrien zu schaffen“, appellierte Ban.

Tote bei Bombenanschlag

Im syrischen Bürgerkrieg sind bei einem Bombenanschlag Dutzende Menschen getötet worden. Wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag mitteilte, kamen bei der Explosion der Autobombe in der Ortschaft Al-Hurra der zentralen Provinz Hama mindestens 37 Menschen ums Leben. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete 34 Tote. Rund 50 Menschen wurden demnach verletzt.

Im Nachbarland Libanon riss ein Selbstmordattentäter an einem Kontrollposten der Sicherheitskräfte eine Person mit in den Tod. Nach Polizeiangaben sprengte sich der Attentäter in seinem Fahrzeug in der Ortschaft Dahr al-Baidar im Osten des Landes in die Luft. Mitarbeiter des Roten Kreuzes meldeten zudem 34 Verletzte. Getötet wurde demnach neben dem Attentäter auch ein Angehöriger der Sicherheitskräfte. Der Anschlag ereignete sich in der Bekaa-Region an der Hauptstraße von der Hauptstadt Beirut nach Syrien. (dpa)