USA: Atom-Absichten des Iran weiter unklar
Wien (APA/Reuters) - Nach Meinung der Leiterin der US-Delegation bei den Wiener Atomgesprächen ist es unklar, ob der Iran bereit ist, die no...
Wien (APA/Reuters) - Nach Meinung der Leiterin der US-Delegation bei den Wiener Atomgesprächen ist es unklar, ob der Iran bereit ist, die notwendigen Schritt zu unternehmen, um die Welt von der friedlichen Natur seiner nuklearen Aktivitäten zu überzeugen.
US-Vizeaußenministerin Wendy Sherman erklärte am Freitag, bei der fünften Runde der Atomverhandlungen sei kein Entwurf für ein endgültiges Abkommen herausgekommen. Ein Arbeitsdokument sei mit zahlreichen Klammern versehen angesichts zahlreicher Meinungsverschiedenheiten.
Aus hochrangiger US-Quelle verlautete zudem, die fünf UN-Vetomächte plus Deutschland (5+1) seien sich einig in der Forderung, dass der Iran die Anzahl seiner Urananreicherungszentrifugen verringern müsse. Damit soll sichergestellt werden, dass Teheran nicht in kurzer Zeit auf Waffenfähigkeit anreichern kann. Der Iran hat rund 19.000 Zentrifugen installiert von denen 10.000 in Betrieb sind. Der Westen will diese Zahl wesentlich verringern.
Bei den Atomgesprächen soll bis 20. Juli ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des jahrelangen Atomstreits erzielt werden. Ob dies gelingt, ist noch fraglich. Allerdings wurde vereinbart, dass nach Ablauf dieser Frist sechs Monate lang weiterverhandelt werden kann.
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