Schmelztiegel der Kulturen
Getreu dem olympischen Gedanken feierte das Olympische Dorf Innsbruck sein 50-jähriges Bestehen.
Von Harald Angerer
Innsbruck – Schon 1964 traf sich die Welt im Olympischen Dorf in Innsbruck. Nun, 50 Jahre später, war wieder die Welt im O-Dorf versammelt. Beim Jubiläumsfest des Stadtteils mit all seinen Bewohnern. Die „O-Dörfler“, wie sie sich selber bezeichnen, bestehen aus 55 Nationen und ganz dem olympischen Gedanken folgend feierten sie das Jubiläum mit einem friedlichen Miteinander. „Ich wohne nun seit zehn Jahren hier und ich fühle mich sehr wohl“, sagt Marco (70). Er stammt ursprünglich aus Bosnien-Herzegowina.
Strahlende Gesichter gab es viele zu sehen am Alois-Lugger-Platz, aber besonders zufrieden war Friedel Ludescher, Obmann des Verbandes Neuarzl-Olympisches Dorf. „Es ist genau so, wie wir es uns vorgestellt haben, ein friedliches Fest. Wir wollen damit zeigen, dass die Vorurteile gegen das O-Dorf zu Unrecht bestehen“, sagt Ludescher.
Von einem sozialen Brennpunkt wollen die O-Dörfler selber nichts wissen. „Ich fühle mich hier sehr sicher und auch die Stadt Innsbruck schaut gut auf uns“, schildert Josef (73).
Besonders die Kinder und Familien genossen das Angebot von Riesen-Hüpfburg bis zu internationalen Spezialitäten. So gab’s von syrischen Falafeln bis zu Südtiroler Strauben Schmankerln. Zufrieden mit dem Leben im O-Dorf ist Ricardo (40). Er ist vor zwei Jahren nach Innsbruck gekommen und ist Vater eines Sohnes. „Für Familien ist es hier ideal. Die Kinderbetreuung ist ums Eck und auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind gut“, betont der gebürtige Deutsche.
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