Ukraine - Separatisten sprechen von Kämpfen trotz Waffenruhe
Donezk (APA/dpa/Reuters) - Die blutigen Kämpfe in der Ostukraine halten nach Darstellung von prorussischen Separatisten trotz der von Kiew a...
Donezk (APA/dpa/Reuters) - Die blutigen Kämpfe in der Ostukraine halten nach Darstellung von prorussischen Separatisten trotz der von Kiew angeordneten Waffenruhe an. „In Slawjansk gehen die Kampfhandlungen weiter“, sagte der selbst ernannte Premierminister der von Kiew nicht anerkannten „Volksrepublik Donezk“, Alexander Borodaj, der Agentur Interfax zufolge am Samstag.
Präsident Petro Poroschenko habe „einmal mehr sein Versprechen einer Feuerpause nicht gehalten“, kritisierte Borodaj. Wer die prorussischen Kräfte angegriffen haben soll, sagte er nicht. Medien zufolge kämpfen in der Region auch regierungsnahe Ultranationalisten des Rechten Sektors. Staatschef Poroschenko hatte in seinem Erlass über die einwöchige Feuerpause Waffengewalt seitens der Regierungstruppen nur zu Verteidigungszwecken zugelassen.
Die „Anti-Terror-Operation“ der ukrainischen Regierung in den Gebieten Lugansk und Donezk gehe weiter, behauptete Borodaj. Angeblich würden in der von Separatisten kontrollierten Stadt Slawjansk Kirchen beschossen. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es nicht. Borodaj kritisierte, dass auch die angekündigten humanitären Korridore für Zivilisten nicht eingerichtet seien. Vor Journalisten rief er Russland auf, Truppen zu entsenden.
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