„Spiegel“: Abzug von „Patriot“-Raketen aus der Türkei geplant

Ankara/Berlin/Washington (APA/dpa) - Deutschland, die USA und die Niederlande denken einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zuf...

Ankara/Berlin/Washington (APA/dpa) - Deutschland, die USA und die Niederlande denken einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zufolge über einen Rückzug ihrer „Patriot“-Abwehrraketen aus der Türkei zum Jahresende nach. Dieser Abzug sei im Bündnis sondiert worden und werde voraussichtlich beim NATO-Gipfel Anfang September in Wales beschlossen, schreibt das Blatt.

Der Abzug werde damit begründet, dass die in der Türkei installierten Abwehrsysteme durch den Abtransport syrischer Chemiewaffen überflüssig geworden seien. Eigentlicher Grund sei jedoch „die mangelnde Durchhaltefähigkeit der niederländischen und deutschen Soldatenkontingente“. In beiden Ländern gebe es nur sehr wenige Spezialisten, die „Patriot“-Batterien bedienen können. Auf lange Sicht ergäben sich dadurch „gravierende Engpässe“.

Die NATO hatte im Dezember 2012 beschlossen, die Abwehrraketen gegen syrische Flugzeuge in den Orten Kahramanmaras, Adana and Gaziantep im Grenzgebiet zu Syrien zu installieren. Seit der Stationierung vom Jänner 2013 wurden sie nie eingesetzt.

~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA184 2014-06-22/13:28