Weiblich, links, jung sucht neuen Chef
Am Samstag wählt die SPÖ einen neuen Parteichef. Beim ordentlichen Parteitag in Innsbruck übergibt Gerhard Reheis an den Roppener Bürgermeis...
Am Samstag wählt die SPÖ einen neuen Parteichef. Beim ordentlichen Parteitag in Innsbruck übergibt Gerhard Reheis an den Roppener Bürgermeister Ingo Mayr. Er ist der Einzige, der zur Obmann-Wahl antritt. Nationalrat Max Unterrainer hatte sich doch entschlossen, nicht zu kandidieren. Er will Mayrs Stellvertreter werden. Ob ihrer Funktion als neue Frauenchefin ist auch Selma Yildirim gesetzt. Zwei Parteichef-Stellvertreter-Posten sind noch offen. Die ganz große Frage wird ohnehin sein, ob es Mayr gelingt, die Partei zu befrieden. Interne Machtkämpfe haben für mehr Schlagzeilen gesorgt als die politische Arbeit der größten Oppositionspartei. Kritiker forderten, Reheis möge auch die Funktion des Klubobmannes zurücklegen und als einfacher Landtagsabgeordneter in die zweite Reihe zurücktreten. Das Thema dürfte für Teile des Landtagsklubs nicht vom Tisch sein. Die Lienzer Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete Elisabeth Blanik sieht in ihrem Kollegen Thomas Pupp noch immer den besseren Klubobmann. Das Rennen steht zwei gegen drei Stimmen im Landtagsklub. Für Reheis sind Geschäftsführer Georg Dornauer, Gabi Schiessling und Reheis selbst, versteht sich. Für Pupp sind Pupp und Blanik. Neben der Wahl des neuen Chefs und der Gremien geht es darum, „die SPÖ weiblicher, jünger und linker“ zu machen. Aus diesem Grund wird über einen Leitantrag beim Parteitag abgestimmt. Sagen zwei Drittel ja, dann sei das der Startschuss für die Parteireform.
FP-Nationalrat Peter Wurm bemüht in der Flüchtlingsfrage den Tiroler Landeshelden Andreas Hofer. „Wie damals 1809 die Tiroler Bauern die Franzosen und Bayern aus dem Land gejagt haben, werden wohl auch die Tirolerinnen und Tiroler in der Wahlkabine die Grünen aus der Landesregierung jagen müssen.“ Wurm bezieht sich dabei auf die Entscheidung von Soziallandesrätin Christine Baur (Grüne), das Flüchtlingsheim in Gries am Brenner zu besiedeln. Anfang Juli werde aber erst die Bevölkerung in Gries befragt. „Will Baur das Ergebnis ignorieren?“ Bis Mitte Juli nimmt Tirol weitere 100 bis 150 Flüchtlinge auf. Das Land sucht dringend Quartiere in der Inntalfurche. (aheu)
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