Bewegungszentrum feiert mit Katz’ & Maus Geburtstag
Seit 25 Jahren werden im Innsbrucker Bewegungszentrum die Tanzbeine geschwungen. Der Nachwuchs zeigt in den Kammerspielen sein Können.
Innsbruck –Die Bühne liegt in völliger Dunkelheit. Aufgeregtes Tuscheln in den Publikumsrängen. Wer genau hinsieht, entdeckt dort lauter Kinder – mal mit katzenartigen Ohren auf den Köpfen, mal im Mauskostüm komplett mit Schwanz. Plötzlich dringt durch den Lautsprecher ein Befehl: „Ruhe, bitte!“, ruft Gérard Albertini vom Regieraum aus. Es wird mucksmäuschenstill. Dann jagt ein gellender Pfiff durch den Saal der Kammerspiele Innsbruck. Musik schwillt an, die Scheinwerfer richten sich aus und auf die Bühne treten lauter kleine Mäusemädchen.
Was wie ein perfekt inszenierter Theater-Auftakt anmutet, ist in Wahrheit nur die Probe aufs Exempel. „Katz’ & Maus“ nennt sich das neueste Werk von Gérard Albertini und seiner Frau Brigitte, in dem rund 150 Kinder eine Rolle bekommen haben. „Und sie konnten sich aussuchen, was sie machen wollen – wer lieber tanzt als spricht, bekommt bestimmt keine Sprecherrolle“, erklärt Brigitte Albertini. Die beiden Tanz- und Theaterprofis vom Bewegungszentrum Innsbruck – es feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen – sind sichtlich nervös – noch läuft nicht alles rund, sitzt nicht jeder Schritt perfekt. „Aber wozu haben wir sonst die Generalprobe?“, meint Albertini.
Mittlerweile sitzt eine der Mäuse, genannt Una, am Bühnenrand. Alle Scheinwerfer sind auf sie gerichtet. „Ich möchte euch meine Memoiren erzählen“, sagt sie. Und schon geht die Geschichte los: Mit schwungvollen Tanz- und Theatereinlagen erzählen die Kinder von einer ungleichen Freundschaft zwischen Straßenmaus Una und Hauskatze Dora, die gar nicht so unkompliziert ist. Beide, Katz’ und Maus, werden in eine aufregende Kriminalgeschichte verwickelt – und am Ende unzertrennliche Freundinnen.
Die Begeisterung für die Geschichte merkt man den Kindern bei der Generalprobe an. Schließlich steckt eine Menge Arbeit hinter der Aufführung – da fallen auch die gelegentlichen Zwischenrufe vom Regisseur nicht ins Gewicht. Die Vorfreude auf die Premiere am Abend steigt: Dort wird dann von echter Schminke bis zu den zahlenden Gästen auch nichts mehr fehlen. Die nächsten Aufführungstermine sind Samstag, der 28., und Sonntag, der 29. Juni. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. (dap)
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