Formel 1: Meinungen zum Formel-1-Grand-Prix von Österreich

Spielberg (APA) - Reaktionen zum Formel-1-Grand-Prix von Österreich am Sonntag auf dem mit 95.000 Zuschauern ausverkauften Red-Bull-Ring in ...

Spielberg (APA) - Reaktionen zum Formel-1-Grand-Prix von Österreich am Sonntag auf dem mit 95.000 Zuschauern ausverkauften Red-Bull-Ring in Spielberg nach dem Doppelerfolg von Mercedes durch WM-Leader Nico Rosberg und Lewis Hamilton:

WM-Leader Nico Rosberg (GER/Mercedes, Sieger): „Sensationell, es ist heute alles aufgegangen, die Strategie war perfekt, dazu hatte ich wieder ein sehr, sehr schnelles Auto. Es war aber nicht das leichteste Rennen, einiges im Auto war am Limit. Am Schluss war es megaeng zwischen mir und Lewis, das ist ein sehr intensives Duell. Die Fans waren super, haben uns so toll angefeuert. Das war das Rennen des Jahres hier vor dieser einmaligen Kulisse.“

Lewis Hamilton (GBR/Mercedes, Zweiter): „So einen Start kann man nicht planen, denn man weiß ja nicht, was passieren wird. Der Start ist immer schwierig, aber heute war er wirklich großartig. Dieses Wochenende war ein Wochenende der Schadensbegrenzung für mich, deshalb bin ich mit Platz zwei zufrieden.“

Valtteri Bottas (FIN/Williams, als Dritter erstmals auf dem Podest): „Ich bin überglücklich. Platz drei ist eine wunderbare Erfahrung für mich. Wir wollten diesen Podestplatz schon lange realisieren nach all den Rückschlägen in den vergangenen Jahren. Platz drei und vier, das ist auch sehr gut für die Konstrukteurs-WM. Ich habe jetzt natürlich Blut geleckt und will in den nächsten Rennen noch bessere Resultate erzielen.“

Felipe Massa (BRA/Williams, Pole-Positon, Platz vier im Rennen): „Ich bin nicht wirklich glücklich mit Platz vier, nachdem ich die Pole Position geholt hatte. Es ist aber für mich und das Team trotzdem ein gutes Ergebnis. Wir haben viele Punkte geholt und waren absolut konkurrenzfähig. Das Rennen war recht kompliziert, ich bin leider nach den Boxenstopps im Verkehr gesteckt und habe dabei viel Zeit verloren.“

Daniel Ricciardo (AUS/Red Bull, Achter): „Das ist natürlich ein enttäuschendes Resultat, aber so ist es in der Formel 1. Es gibt Höhen wie beim Sieg vor zwei Wochen und dann Tiefen wie heute. Dadurch bleibt man realistisch und bodenständig. Ich war leider das einzige Red-Bull-Auto, das es als Achter ins Ziel geschafft hat. Das schätzen die Fans natürlich nicht, aber hoffentlich werden wir aus den Fehlern lernen und weiterpushen.“

Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel (GER/Red Bull, zur Rennhälfte aufgegeben): „Ich hatte auf einmal keinen Vortrieb mehr, der Motor hat kein Gas angenommen. Plötzlich ging‘s dann wieder, aber von hinten hat man keine Chance mehr. Warum bei mir immer was Anderes ist, weiß ich nicht, aber es ist so. Schade, dass man da nicht so richtig in die Gänge kommt. Drei Ausfälle sind natürlich bitter.“

Niki Lauda (Mercedes-Teamaufsichtsrat): „Es hat ein hartes Match gegeben. Kappe runter vor Nico, Kappe runter vor Lewis. Für Mercedes war es wesentlich schwieriger als alle Rennen in der Vergangenheit. Aber am Ende eins und zwei - so wie es gehört, ich bin zufrieden. Mehr kann man nicht machen. Der Raketenstart von Hamilton hat viel geholfen. Es freut mich, dass wir nach dem Montreal-Wochenende wieder in voller Stärke zurückgekommen sind. Wir müssen aber das Auto weiterbringen, damit wir wieder schneller werden. Es war kein Rennen, wie man es von Red Bull erwartet.“

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): „Gerade hier die Plätze eins und zwei zu schaffen ist großartig. Die Nervenanspannung bei mir war okay. Sie haben dann am Ende noch einen kleinen Fehler gemacht, das gehört aber dazu. Mit dem Kühl-Level waren wir ‚borderline‘, aber wir haben das am Ende gut gemanagt.“

Christian Horner (Red-Bull-Teamchef): „Wir hatten ein elektronisches Problem, das war nicht der Tag von Sebastian (Vettel, Anm.). Der Motor ist auf Leerlauf gesprungen, dadurch war kein Vortrieb mehr da. Die Box hatte keine Antwort. Mercedes hat einen großartigen Job gemacht, sie waren einfach zu stark, hatten zu viel Power. Gratulation an Dietrich (Mateschitz, Anm.) und Red Bull für dieses Rennen, es ist toll, wieder in Österreich zu sein.“

Helmut Marko (Red-Bull-Motorsportchef): „Unser Speed hat nicht gepasst. Wir haben das ganze Wochenende nicht die Balance gefunden. Wir müssen das zur Kenntnis nehmen und noch härter arbeiten. Schon in der ersten Runde gab es Probleme mit der Elektronik, dann ist sie wieder gegangen, dann wieder nicht. Da war das Rennen sowieso schon verhaut. Das ist noch nie passiert, dass wir ein ganzes Wochenende das Setup nicht hinbringen. Wir haben viele neue Teile gehabt, das hat nicht zusammengepasst. Wir hatten ein Untersteuern über die ganze Renndistanz. Vom Flügel her haben wir keine Verstellmöglichkeiten mehr gehabt. Wenn einen die Pechsträhne verfolgt, dann scheinbar massiv. Die WM-Chancen sind deutlich gesunken, es gibt aber noch keine Katastrophenstimmung.“

Claire Williams (Williams-Teamchefin): „Dieses gute Ergebnis ist das Resultat harter Arbeit und das Maximum für uns, denn Mercedes ist derzeit in einer anderen Liga. Das waren ganz wichtige 27 Punkte für die Konstrukteurs-WM. Ich hoffe es gibt noch mehr von diesen guten Rennen für uns.“