Verkehr

AAB forciert Plöckentunnel

Lienz – Ein reiner Touristen-Tunnel ohne Lkw-Verkehr soll die Strecke über den Plöcken attraktiver und durchgehend befahrbar machen, wünsche...

Lienz –Ein reiner Touristen-Tunnel ohne Lkw-Verkehr soll die Strecke über den Plöcken attraktiver und durchgehend befahrbar machen, wünschen sich Andreas Köll, Meinhard Pargger und Kurt Steiner vom Osttiroler AAB (Arbeiter- und Angestelltenbund der ÖVP). Das erklärten die drei Politiker am Montag bei einem Pressegespräch. Die derzeitige Straße zwischen Kärnten und Norditalien ist eng, steil und nicht wintersicher. Wo genau der Tunnel verlaufen könnte, muss erst erhoben werden, es soll dazu eine Studie geben, sagt Köll. „Das Minimum ist für uns ein Scheiteltunnel unter dem Plöcken.“ Für die Finanzierung schlägt Köll das Betreiben der Straße als Mautstraße vor, so wie das auch am Felbertauern der Fall ist.

Laut Köll, Pargger und Steiner wollten Bürgermeister aller Couleurs aus den beteiligten Bezirken Hermagor, Spittal und Lienz an einem Strang ziehen und im Sommer dazu ein Konzept präsentieren. „Ich werde Bürgermeisterin Elisabeth Blanik vorschlagen, dieses Treffen in Lienz abzuhalten“, gibt Pargger bekannt.

Auch über den Streit um Zug oder Bus auf der Strecke Lienz–Innsbruck machten sich die AAB-Männer Gedanken. „Wir wollen die Landeshauptleute von Tirol und Südtirol bitten zu prüfen, ob zwei- bis dreimal pro Tag ein durchgehender Zug fahren kann, ohne Umsteigen in Franzensfeste“, sagt Pargger. „Südtirol hat ja klar signalisiert, dass eine durchgehende Verbindung wichtig ist“, meint er. Ob die ÖBB oder die Südtiroler Verkehrsbetriebe die Verbindung betreiben, sei zweitrangig. Die Fahrtdauer schätzt Pargger auf drei Stunden zwanzig Minuten. Der Schnellbus könne trotzdem bleiben, für jene, die auf Schnelligkeit Wert legten. (co)