Verkehr

Regionales Radwegenetz soll 7,2 Mio. Euro kosten

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Eine Planungsstudie für den Talkessel Landeck-Zams-Pians liegt vor. Die Finanzierung ist derzeit unklar, Landeck muss den Löwenanteil berappen.

Von Helmut Wenzel

Landeck, Zams, Pians –Die gute Nachricht zuerst: Der Gemeinderat der Bezirksstadt hat eine Absichtserklärung beschlossen, das Radwegekonzept für den Talkessel Landeck-Zams-Pians zu unterstützen. Die schlechte Nachricht: Die Umsetzung des vorliegenden Planungsentwurfs würde 7,2 Mio. Euro verschlingen.

Doch im Gegensatz zum ähnlich teuren Via-Claudia-Radweg (6,8 Mio. Euro) im Obergricht, der mit einem hohen Anteil an Fördermitteln finanziert wird, müsste die Stadt Landeck bis zu fünf Mio. Euro alleine „stemmen“. Planungsstadtrat Thomas Hittler räumt ein: „Wenn uns es nicht gelingt, den Großteil der Kosten aus Fördertöpfen abzudecken, sehe ich keine Chancen für dieses Projekt.“

Trotzdem herrscht Aufbruchstimmung, nicht nur unter den Radfans im Talkessel. „Es ist wichtig, diese Vision voranzutreiben, auch wenn noch zahlreiche Details wie Grundstückablösen geklärt werden müssen“, hob Bürgermeister Wolfgang hervor. Stadtrat Richard Reinalter sagte: „Ich bin froh, dass dieses Thema endlich ins Rollen kommt.“ Vizebürgermeister Herbert Mayer plädierte, angesichts der hohen Kosten, eine „abgespeckte Variante“ planen zu lassen.

Die Radweg-Initiative vorangetrieben und die Planungsstudie in Auftrag gegeben hat der TVB TirolWest. „Landeck ist Drehscheibe für die Radwanderwege in Richtung Gurgltal, Unterinntal, Stanzertal, Paznaun und ins Obergricht.“ Nicht nur für die ständig steigende Zahl der Rad-Urlauber soll es, so Weber, einen attraktiven Lückenschluss geben: „Das Wegenetz ist auch ein Grundbedürfnis der einheimischen Bevölkerung.“ Der TVB würde sich – mit einer noch nicht fixierten Summe – an den Baukosten beteiligen. „Details sind noch mit den Projektpartnern abzuklären“, sagte die Geschäftsführerin. Planer Helmut Kofler begründet die hohen Kosten so: „Die Vorgabe war, dass der Bahnhof Landeck-Zams und der Busbahnhof zu integrieren sind. Auch die Anbindung an das Stanzertal und Paznaun erfordert aufwändige Trassen.“ Eine Sparvariante entlang der Hauptstraßen hält Kofler für wenig realistisch.