Kriegsschiff-Deal: 400 russische Soldaten zu Schulung in Frankreich
Saint-Nazaire (APA/AFP) - Im Zusammenhang mit dem umstrittenen Verkauf von zwei Kriegsschiffen durch Frankreich an Russland sind am Montag r...
Saint-Nazaire (APA/AFP) - Im Zusammenhang mit dem umstrittenen Verkauf von zwei Kriegsschiffen durch Frankreich an Russland sind am Montag rund 400 russische Marinesoldaten im westfranzösischen Saint-Nazaire zur Schulung eingetroffen. Bis Oktober sollen die zwei russischen Schiffsbesatzungen an der Steuerung und technischen Kontrolle der beiden Hubschrauberträger vom Typ Mistral trainiert werden.
Frankreich will die beiden Kriegsschiffe für 1,2 Milliarden Euro an Russland verkaufen. Vor allem die USA hatten das Geschäft kritisiert, das wegen des Ukraine-Konflikts auch bei östlichen NATO-Partnern Besorgnis auslöste.
Der erste Hubschrauberträger „Wladiwostok“ soll bereits im Oktober an Russland geliefert werden; das zweite Schiff, die „Sewastopol“, soll im Jahr 2015 folgen. Die Regierung in Paris hält derzeit an dem Geschäft fest und machte wiederholt deutlich, dass sie erst im Herbst entscheiden werde, ob die Lieferung auch tatsächlich erfolgt.
US-Präsident Barack Obama hatte Anfang Juni seine „Besorgnis“ über solche Rüstungsgeschäfte angesichts der Verletzung internationalen Rechts durch Russland durch die Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim zum Ausdruck gebracht. Rund 50 proukrainische Demonstranten protestierten am Sonntag in Saint-Nazaire, wo die Schiffe auf der Werft STX gebaut wurden und werden. Die Mistral können 16 Hubschrauber, 13 Panzer, etwa hundert Fahrzeuge und 450 Soldaten zu einem Einsatzort bringen.
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