Europas Leitbörsen zu Mittag mehrheitlich freundlich
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Montag zu Mittag mehrheitlich von ihrer freundlichen Seite. Allerdin...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Montag zu Mittag mehrheitlich von ihrer freundlichen Seite. Allerdings kamen alle Indizes nach einer stärkeren Eröffnung mittlerweile etwas zurück.
Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich gegen 12.00 Uhr um 0,18 Prozent auf 3.233,69 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 9.845,40 Punkten und einem Anstieg von 0,31 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London gewann geringfügig um 0,03 Prozent und steht nun bei 6.759,76 Stellen.
Die Inflation im Euroraum hat im Juni wie erwartet auf ungewöhnlich niedrigem Niveau verharrt. Die Jahresrate der Teuerung stand unverändert zum Vormonat bei 0,5 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat nach einer ersten Schnellschätzung mitteilte. Ökonomen hatten mit diesem Wert gerechnet.
Die erneut rückläufigen deutschen Einzelhandelsumsätze für Mai blieben an den Märkten ohne größeren Einfluss. Am Nachmittag dürfte der Juni-Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago in den Fokus rücken.
Den besten Sektor in Europa stellten die Chemietitel mit einem Anstieg des Branchenindex um rund ein halbes Prozent. Besonders gefragt waren Solvay an der Euronext mit einem Anstieg von knapp zwei Prozent. Die Experten von Exane BNP empfahlen die Papiere.
In vergleichbarem Ausmaß nach unten ging es hingegen für Syngenta an das Ende des Schweizer SMI. Händler begründeten dies mit einer negativen Studie von JPMorgan. Mit ihrem Kursziel signalisierten die Experten ein Rückschlagsrisiko von rund einem Viertel.
Bankentitel verzeichneten einen Abschlag von 1,5 Prozent. Besonders deutlich verloren Anteile spanischer und portugiesischer Geldinstitute - allen voran der Banco Espirito Santo mit über drei Prozent. Merrill Lynch hatte die Einstufung um gleich zwei Stufen gesenkt.
Im Euro-Stoxx-50 büßten die Anteilsscheine der Deutschen Bank um 1,20 Prozent an Wert ein. UniCredit verbilligten sich in Mailand um 1,14 Prozent und Intesa SanPaolo gaben um 0,88 Prozent nach.
Favorit im Euro-Stoxx waren hingegen Philips-Aktien mit einem Anstieg um gut drei Prozent. Der Elektrokonzern will im Geschäft mit Bauteilen für LED-Lampen und Autolicht kürzer treten. Die beiden Sparten mit insgesamt 1,4 Milliarden Euro Umsatz sollen in ein eigenständiges Unternehmen ausgelagert werden. Zwar wollen die Niederländer Anteilseigner an der neuen Firma bleiben - allerdings sind sie auf der Suche nach Investoren. In der ersten Hälfte 2015 soll die Ausgründung abgeschlossen sein, für das laufende Jahr rechnet der Konzern dafür mit Kosten von 30 Millionen Euro.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA226 2014-06-30/12:10
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