EU-Kommission lobt Österreich bei Studie über Verbrauchermärkte
Brüssel (APA) - Die Marktbedingungen für Verbraucher haben sich in der EU 2013 generell verbessert, erklärte der für Konsumentenschutz zustä...
Brüssel (APA) - Die Marktbedingungen für Verbraucher haben sich in der EU 2013 generell verbessert, erklärte der für Konsumentenschutz zuständige Kommissar Neven Mimica am Montag. Allerdings bleibe noch viel zu tun, vor allem bei Dienstleistungen und Energie, sagte Mimica.
Lob gab es von Mimica konkret für Österreich. Die Studie habe gezeigt, dass in Österreich alle Kraftstoffhändler ihre Preisänderungen mitteilen müssen und die einschlägigen Rechtsvorschriften nur eine Preissteigerung pro Tag erlauben. Dadurch sei mehr Preistransparenz für die Verbraucher geschaffen worden, und die Preise fielen seit Einführung der Preisregulierung um bis zu 2,5 Prozent für Diesel und 3,6 Prozent für Benzin.
Das bereits zum zehnten Mal veröffentlichte Barometer umfasst insgesamt 52 Verbrauchermärkte - von Gebrauchtwagen bis Ferienunterkünfte. In der EU-weiten Umfrage werden die Märkte auf vier Aspekte geprüft: Vergleichbarkeit von Angeboten, Vertrauen in die Anbieter, Probleme und Beschwerden sowie Zufriedenheit mit den Unternehmen.
Von 2012 bis 2013 habe sich der seit 2010 beobachtete Trend der Verbesserung fortgesetzt. Allerdings gebe es Unterschiede nicht nur zwischen den einzelnen Märkten, sondern auch zwischen den Ländern. Warenmärkte funktionieren deutlich besser als Dienstleistungsmärkte, obwohl sich diese Lücke verkleinere. Im Vergleich zu 2012 hätten sich einige der am schlechtesten bewerteten Märkte wie für Kraftstoff und Eisenbahnverkehr am stärksten verbessert.
Bankdienstleistungen seien weiterhin der problematischste Sektor, wobei die Märkte für Anlageprodukte und Hypotheken am untersten Ende des Rankings rangieren. Telekommunikationsmärkte schneiden mit niedrigen Werten für Vertrauen, Wahl des Anbieters und allgemeine Verbraucherzufriedenheit unterdurchschnittlich ab und haben die höchste Quote an Problemen und Beschwerden.
Positiv sei die Reduzierung der Roaminggebühren, die bis 2016 abgeschafft werden sollen.
Öffentliche Versorgungsleistungen, insbesondere bei Strom und Gas, würden von den Verbrauchern als unterdurchschnittlich bewertet. Trotz Verbesserungen in jüngerer Zeit seien die Versorgungsmärkte weiterhin schwach bei der Vergleichbarkeit der Angebote, der Wahl der Anbieter, der Einfachheit des Anbieterwechsels und beim tatsächlichen Wechsel. Die Kommission arbeitet mit den wichtigsten Akteuren daran, die Transparenz der Angebote und Abrechnungen im Energiebereich zu verbessern, den Zugang der Verbraucher zu den eigenen Verbrauchsdaten sicherzustellen und den Anbieterwechsel zu erleichtern.
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