Italien setzt gegen Schattenwirtschaft auf POS-Geräte
Rom (APA) - Gegen die blühende Schattenwirtschaft setzt Italien jetzt verstärkt auf POS-Geräte (Point of Sale). Ob im Modegeschäft, bei Hand...
Rom (APA) - Gegen die blühende Schattenwirtschaft setzt Italien jetzt verstärkt auf POS-Geräte (Point of Sale). Ob im Modegeschäft, bei Handwerkern oder Freiberufler müssen private Kunden in Italien ab Dienstag mit der Bankomatkarte bezahlen können.
Alle Gewerbetreibenden und Freiberufler müssen für Geschäfte mit Privatkunden im Wert von über 30 Euro die elektronische Zahlung ermöglichen. Diese Vorschrift wurde von der Regierung in Rom zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung im Handel, aber auch bei Freiberuflern eingeführt. Damit will der Staat auch die Verwendung von Bargeld weiter einschränken, um somit die Zahlungsbewegungen besser zu kontrollieren.
Die Vertreter der Handwerker und Kaufleute laufen dagegen Sturm: Die Verwendung von Bankomat-Geräten sei mit zusätzlichen Kosten verbunden. Das gilt besonders für die kleinen Gewerbetreibenden mit bescheidenen Umsätzen. Von der obligatorischen Ausrüstung mit Bankomat-Geräten würden vor allem die Banken profitieren.
In Italien ist im Vergleich zum Rest Europas immer noch viel Bargeld im Umlauf. Die Regierung hat bereits einige Schritte unternommen, um den Bargeldumlauf stark einzuschränken. So darf man Beträge über 1.000 Euro nicht mehr bar bezahlen. Auch der Konsumentenschutzverband Codacons zeigt sich kritisch: Man wolle wohl alle Italiener zwingen, eine Kreditkarte zu besitzen, damit sich die Geldhäuser bereichern können.
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