Ukraine und Russland streben Abkommen für Waffenstillstand an
Paris/Berlin (APA/dpa/AFP) - Die Ukraine und Russland streben ein Abkommen über einen bilateralen Waffenstillstand in den Konfliktgebieten d...
Paris/Berlin (APA/dpa/AFP) - Die Ukraine und Russland streben ein Abkommen über einen bilateralen Waffenstillstand in den Konfliktgebieten der Ostukraine an. Das gab der Elyséepalast am Montag nach einem Konferenz-Telefongespräch des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande bekannt.
Die Beteiligten hätten sich darauf verständigt, einen Fünf-Punkte-Plan auszuarbeiten. Wichtigster Punkt sei die Annahme eines Abkommens über einen bilateralen Waffenstillstand zwischen dem ukrainischen Militär und den Separatisten.
Nach Angaben des Kremls sprach sich Putin für eine erneute Verlängerung der Feuerpause aus. Bei dem Gespräch habe der Kremlchef zudem gefordert, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in die Überwachung der Feuerpause einzubeziehen. Poroschenko muss entscheiden, ob die an diesem Montag um 21.00 Uhr MESZ auslaufende Waffenruhe verlängert wird.
Der Fünf-Punkte-Plan sieht nach Angaben aus Paris ferner die Freilassung von Geiseln und Gefangenen auf beiden Seiten vor. Außerdem solle an der russisch-ukrainischen Grenze stärker kontrolliert werden. Die Kontaktgruppe zur Ukraine will noch am Montag zusammenkommen, um eine Übereinkunft dazu zu finden.
Merkel und Hollande hatten schon mehrfach mit Putin und Poroschenko telefoniert, um eine Lösung in der Ukraine-Krise herbeizuführen. Trotz der Waffenruhe hatte es in den vergangenen Tagen wiederholt gewaltsame Zusammenstöße gegeben.
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