Statistikamt: Italienische Wirtschaft kommt nicht in Schwung
Rom (APA/Reuters) - Die italienische Wirtschaft wird sich dem nationalen Statistik-Amt zufolge 2014 nicht so gut entwickeln wie von der Regi...
Rom (APA/Reuters) - Die italienische Wirtschaft wird sich dem nationalen Statistik-Amt zufolge 2014 nicht so gut entwickeln wie von der Regierung vorhergesagt. Es werde allenfalls minimales Wachstum geben, schrieb das Amt am Montag in seinem Monatsbericht.
Die Regierungsprognose steht bisher noch bei plus 0,8 Prozent. Allerdings wurde sie aufgestellt, noch bevor bekannt geworden war, dass die Wirtschaft im ersten Quartal entgegen den Erwartungen geschrumpft war. Für das jetzt endende zweite Quartal gehen die Statistiker von einem Wert zwischen minus 0,1 und plus 0,3 Prozent bei Wirtschaftsentwicklung aus.
Erst Mitte Juni hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) gefordert, Italien müsse mehr zur Stabilisierung seiner Wirtschaft tun. So sei die Arbeitslosenzahl inakzeptabel hoch, der Staat zu sehr verschuldet und die Banken hätten noch immer zu viele faule Kredite in ihren Büchern. Der Bericht illustriert, dass der seit Februar regierende Ministerpräsident Matteo Renzi mit seinen Reformankündigungen noch nicht weit gekommen ist. Auch deshalb hatte Renzi gefordert, den EU-Stabilitätspakt flexibler auszulegen, um mehr Investitionen zu ermöglichen. Italien gehört zu den am höchsten verschuldeten Ländern der Welt.
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