Fußball-WM: Deutschland und Frankreich mühten sich ins Viertelfinale

Rio de Janeiro (APA) - Nach den Niederlanden haben sich mit Deutschland und Frankreich zwei weitere europäische Fußball-Schwergewichte ins V...

Rio de Janeiro (APA) - Nach den Niederlanden haben sich mit Deutschland und Frankreich zwei weitere europäische Fußball-Schwergewichte ins Viertelfinale der WM in Brasilien gezittert. Die Deutschen mussten am Montag im Achtelfinale gegen Außenseiter Algerien sogar nachsitzen, setzten sich in Porto Alegre aber nach Verlängerung mit 2:1 (0:0) durch. Frankreich eliminierte Afrika-Meister Nigeria mit 2:0 (0:0).

Die Deutschen treffen nun am Freitag (18.00 Uhr) im ersten Viertelfinale des Turniers in Rio de Janeiro auf ihre französischen Nachbarn. Möglich machten das Tore von Andre Schürrle (92.) und Mesut Özil (119.). Der eingewechselte Andre Schürrle traf nach Vorarbeit von Thomas Müller, Özil staubte nach einem weiteren Schuss des Chelsea-Angreifers ab. Der Anschlusstreffer von Abdelmoumene Djabou kam für die Algerier zu spät (121.).

Deutschland hatte vor allem in der ersten Spielhälfte Probleme. Algerien bot dem Favoriten mit einem couragierten Auftritt mehr als nur Paroli. Immer wieder musste Deutschlands Torhüter Manuel Neuer weit vor seinem Gehäuse eingreifen. Erst in der Schlussphase der regulären Spielzeit übernahmen die Deutschen das Kommando.

Ähnlich lief das Spiel von Frankreich ab. Der „Equipe Tricolore“ gelangen in Brasilia aber bereits vor der Verlängerung die erlösenden Treffer. Ein Kopfballtor von Jungstar Paul Pogba nach einem Corner (79.) und ein Eigentor von Nigerias Kapitän Joseph Yobo brachten die Entscheidung. Dabei hatten sich auch die Franzosen gegen die sehr gut stehenden Nigerianer lange schwergetan. Im Finish kam die in der Gruppenphase so starke Offensive aber in Schwung.

Abseits des Rasens bestimmte einmal mehr Uruguays „Beißer“ Luis Suarez die Schlagzeilen. Der Starstürmer entschuldigte sich mit fast einer Woche Verspätung beim Italiener Giorgio Chiellini, dem er im entscheidenden Gruppenspiel vergangenen Dienstag gebissen hatte. „Ich bedauere zutiefst, was passiert ist“, schrieb Suarez auf seiner Facebook-Seite. Unmittelbar nach der Partie hatte der Liverpool-Stürmer das Vergehen noch bestritten.

Mittlerweile sprach sich auch Chiellini für eine Reduktion der Sperre von neun Pflicht-Länderspielen aus. Suarez wurde zudem für vier Monate von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen. „Es ist alles vergessen“, twitterte Chiellini. Auf Uruguays Präsident Jose Mujica trifft das offensichtlich nicht zu. „Die von der FIFA sind ein Haufen alter Hurensöhne“, schimpfte das Staatsoberhaupt bei der Rückkehr seines Teams nach dem WM-Aus gegen Kolumbien (0:2). Mujica sprach von „faschistischen Sanktionen“ gegen Suarez.

Gar nicht erst angeklagt wurde Arjen Robben. Der Niederlande-Star gestand zwar, im Achtelfinale am Sonntag gegen Mexiko (2:1) eine Schwalbe gemacht zu haben. Damit meinte Robben aber nicht die Szene vor dem entscheidenden Elfmeter in der Nachspielzeit.