Wiens Immo-Markt stabilisiert - Mieten tiefer, Eigentum kaum teurer
Wien (APA) - Nach signifikanten Preissteigerungen in den Vorjahren hat sich der Wiener Immobilienmarkt heuer im 1. Halbjahr stabilisiert - M...
Wien (APA) - Nach signifikanten Preissteigerungen in den Vorjahren hat sich der Wiener Immobilienmarkt heuer im 1. Halbjahr stabilisiert - Mieten verbilligten sich leicht, und Eigentumspreise wuchsen nur marginal, sagen die Experten von FindMyHome.at. Damit werde die Angebots- und Nachfrage-Situation realistisch widergegeben. Die Nationalbank hatte kürzlich vor einer drohenden Immo-Blase in Wien gewarnt.
Der aktuelle Quadratmeterpreis für Mietobjekte liegt dem neuen Marktbericht von Dienstag zufolge bei 14,16 Euro monatlich, etwas weniger als die 14,24 Euro/m2 Anfang 2014. Die Kaufpreise bei Eigentumsobjekten legten nur marginal von 4.432 Euro auf jetzt 4.447 Euro/m2 zu.
In den vergangenen zwölf Monaten stiegen die Eigentumspreise damit von 4.260 Euro um 4,3 Prozent an, haben die Fachleute ermittelt. Die Mietpreise lagen zuletzt um 2,8 Prozent unter den 14,57 Euro von vor einem Jahr. Als Gründe für die sinkenden Mieten nennt FindMyHome die zahlreichen Neuentwicklungen in Stadtgebieten wie rund um den neuen Hauptbahnhof oder die Seestadt Aspern - und bei Eigentumsobjekten sei „die große Investitionswelle vorbei“.
Anfang Juni hatte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) vor einer möglichen Blasen-Bildung am Wiener Immo-Markt gewarnt. Sie sah die Preise für Wiener Wohnimmobilien laut ihrem Fundamentalpreisindikator um 22 Prozent überbewertet. Den Angaben der Notenbank zufolge könne ab einer Überbewertung von 26 bis 45 Prozent von einer Blase gesprochen werden - das sei der Bereich, in dem Immobilienblasen den empirischen Daten nach zu platzen drohen, hieß es damals. Seit 2005 hat sich der von OeNB und TU Wien erhobene Index für Wien verdoppelt und für Österreich ohne die Bundeshauptstadt um mehr als ein Drittel erhöht.
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