Irak - Laut UNO 2.417 Menschen im Juni bei Kämpfen getötet
Bagdad (APA/dpa) - Bei den Kämpfen im Irak sind im Juni mehr als 2417 Menschen ums Leben gekommen und fast 2287 verletzt worden. Die Zahl de...
Bagdad (APA/dpa) - Bei den Kämpfen im Irak sind im Juni mehr als 2417 Menschen ums Leben gekommen und fast 2287 verletzt worden. Die Zahl der zivilen Opfer sei im vergangenen Monat so hoch gewesen wie noch nie in diesem Jahr, teilte die UN-Mission im Irak (UNI) am Dienstag in Bagdad mit. Demnach waren 1531 der Toten und 1763 der Verletzten Zivilisten.
Diese erschreckend hohe Zahl mache die dringende Notwendigkeit deutlich, die Bevölkerung zu schützen, erklärte die UNO. Bereits am Vorabend hatte die irakische Regierung ihre Opferbilanz für Juni 2014 präsentiert, die Zahlen lagen dabei leicht unter denen der UNO. Laut den gemeinsam vom Gesundheits-, Verteidigungs- und Innenministerium vorgelegten Zahlen wurden im Juni 1922 Menschen getötet, darunter 1393 Zivilisten, 380 Soldaten und 149 Polizisten.
Besonders viele Opfer gab es nach Angaben der Vereinten Nationen in Bagdad sowie in den Provinzen Al-Anbar im Westen und Ninawa im Norden des Landes. Die Terrormiliz Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS), die sich mittlerweile in Islamischer Staat (IS) unbenannt hat, hatte Anfang Juni ihren Vormarsch begonnen. Sie beherrscht mittlerweile große Landesteile im Norden und Westen des Irak. Armee und ISIS-Einheiten liefern sich seit Tagen heftige Gefechte.
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