Leichen von drei Jugendlichen offiziell identifiziert

Tel Aviv/Wien/Berlin (APA/dpa) - Die drei Leichen, die am Montag im Westjordanland gefunden worden waren, sind nun offiziell identifiziert. ...

Tel Aviv/Wien/Berlin (APA/dpa) - Die drei Leichen, die am Montag im Westjordanland gefunden worden waren, sind nun offiziell identifiziert. Die DNA-Tests hätten gezeigt, dass es sich um Gilad Shaer, Naftali Frankel und Eyal Yifrah handle, sagte Polizeisprecher Mickey Rosenfeld am Dienstag.

Die drei Jugendlichen waren vor zweieinhalb Wochen nahe Hebron im südlichen Westjordanland verschwunden. Ihre Leichen wurden am Montag unter einem Steinhaufen in der Nähe von Hebron gefunden. Wann die drei Jugendlichen beigesetzt würden, stehe noch nicht fest, sagte Rosenfeld. Die Entscheidung liege bei den Familien der Getöteten.

Israel macht die radikal-islamische Palästinenserorganisation für den Tod der drei Jugendlichen verantwortlich, die seit dem 12. Juni vermisst worden waren. Nach dem Leichenfund griff die israelische Luftwaffe Dutzende Ziele im Gazastreifen an

Den Verurteilungen der Tat schloss sich am Dienstag auch die Israelische Kultusgemeinde (IKG) an. IKG-Präsident Oskar Deutsch äußerte in einer Aussendung die Hoffnung, dass „angesichts dieses Verbrechens die Stimmen lauter werden, den Kampf gegen die extremistische Hamas zu verstärken“. Europa solle sich „im Kampf gegen den Terror entschlossener auf die Seite Israels stellen“, sagte er.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, Norbert Röttgen, warnte vor einer Spirale aus Gewalt und Gegengewalt infolge der Tat. „Es darf jetzt nicht ein langanhaltendes Vergelten geben“, sagte er am Dienstag im Gespräch mit dem Deutschlandfunk. Trauer dürfe sich nicht in Gegengewalt ausdrücken, sagte Röttgen. Das Ziel der Täter sei schließlich die Eskalation. „Sie wollen doch gerade eine Eskalation, um in der Eskalation, in dem Schüren des Konfliktes, wieder eine politische Rolle für Hamas zu finden.“