Kufstein

Neue Wege für Wörgl

Wörgl – Wertvolle Ideen und Anregungen liefern Studierende des Hochschulprojektes „Hochschulcafé 2014“ für die Stadtentwicklung in Wörgl. Au...

Wörgl –Wertvolle Ideen und Anregungen liefern Studierende des Hochschulprojektes „Hochschulcafé 2014“ für die Stadtentwicklung in Wörgl. Ausgehend von der Erneuerung der Südtiroler Siedlung erarbeiteten sie 16 Entwürfe, die von 8. bis 27. Juli in der Galerie am Polylog ausgestellt werden und zeigen, worauf es jungen Leuten beim Wohnen ankommt.

„Von der Stadt gab es dazu keine Vorgaben“, teilte Wörgls Bürgermeisterin Hedi Wechner bei der Präsentation der Studierenden der Universität Innsbruck und der Fachhochschule Kufstein mit. Wobei sie den fiktiven Charakter der Planungen betonte, zumal die 40.000 Quadratmeter Planungsgebiet über die bestehende Südtiroler Siedlung hinausgehen.

„Die Südtiroler Siedlung ist prädestiniert für autoreduziertes Wohnen“, teilte Emanuel Stocker von der FH Kufstein zu den Projektvorgaben mit, zu denen architektonisch anspruchsvolle Gestaltung des Wohnraumes, ressourcenschonende Technologien, Mischnutzung, nachhaltige Mobilität, Leistbarkeit und die Berücksichtigung von Begegnungs- und Kommunikationsräumen zählten.

„Die Konzepte liefern die Grundlage für eine nachhaltige Stadt für alle Generationen und Bevölkerungsschichten“, betont Univ.-Prof. Maria Schneider. Die „Stadt der kurzen Wege“ sei das Ziel der verdichteten Bauweise.

Zu den Gemeinsamkeiten der Entwürfe zählen eine neue Achse vom M4 zur Bahnhofstraße und das Potenzial als neues Zentrum – so wurden Rathaus, Musikschule und Konzertsaal hier ebenso platziert wie Kinderbetreuung, Sportstätten, Geschäfte und Büros. Der motorisierte Verkehr spielt sich vorwiegend unterirdisch in Tiefgaragen ab, wobei die oberirdischen Verkehrsachsen für Fußgänger, Radfahrer und Busverkehr zur Verfügung stehen. Die Szenarien der Verkehrsplaner zeigen, dass beim Bau Hunderter neuer Wohnungen die Kapazitätsgrenzen von Ladestraße und Salzburger Straße erreicht würden. (vsg)