Juni-Arbeitslosigkeit: Wien mit Netto-Anstieg von 15 Prozent
Wien (APA) - Die Arbeitsmarktsituation in Wien ist weiterhin wenig berauschend: Im Juni waren 99.442 Menschen beim S vorgemerkt - ein Anstie...
Wien (APA) - Die Arbeitsmarktsituation in Wien ist weiterhin wenig berauschend: Im Juni waren 99.442 Menschen beim S vorgemerkt - ein Anstieg um 21,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Gleichzeitig sank die Zahl der Schulungsteilnehmer um 2 Prozent auf 30.096. Unterm Strich waren somit per Ende Juni um 15 Prozent mehr Personen ohne Job als noch vor einem Jahr.
Besonders betroffen waren ältere Menschen: Bei den Über-50-Jährigen lag das Plus bei 25,8 Prozent. Um hier gegenzusteuern, hat das Arbeitsmarktservice die Förderungen noch einmal erhöht. Man übernehme nun bei der entsprechenden Altersgruppe im Fall einer Neuanstellung drei Monate lang die gesamten Lohn- und Lohnnebenkosten, sofern die Person länger als ein halbes Jahr auf Arbeitssuche war, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.
Die Wiener AMS-Chefin Petra Draxl hält die derzeitige Situation generell für „äußerst unerfreulich“: Das Wirtschaftswachstum sei immer noch zu gering, um den Anstieg der Arbeitslosigkeit einzubremsen. Letzte Prognosen „lassen eine spürbare Erholung auch im zweiten Halbjahr nicht erwarten“, zeigte sich die Geschäftsführerin realistisch.
Was den Juni betrifft, traf es vor allem die Baubranche hart. Hier stieg die Arbeitslosigkeit um 29,7 Prozent. Der Einzelhandel, die Hotellerie sowie die Gastronomie mussten ebenfalls ein Plus von knapp unter 20 Prozent hinnehmen.
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