Opernfestspiele 2 - Römersteinbruch soll weiter Opernbühne bleiben

Eisenstadt/St. Margarethen (APA) - Auch, wenn die Opernfestspiele St. Margarethen Insolvenz anmelden mussten, soll der Römersteinbruch weite...

Eisenstadt/St. Margarethen (APA) - Auch, wenn die Opernfestspiele St. Margarethen Insolvenz anmelden mussten, soll der Römersteinbruch weiter Opernbühne bleiben: Man gehe fest davon aus, „dass die nächsten Jahre hier weiter Oper gespielt wird“, sagte Direktor Karl Wessely von den Esterhazy Betrieben am Dienstag vor Journalisten in Eisenstadt. Wolfgang Werner sehe man auch in Zukunft „schon in einer tragenden Funktion.“

„Wir wissen von der Schärfe dieser Situation circa seit zwei bis drei Wochen“, sagte Wessely: „Es tut uns natürlich wahnsinnig leid, dass sich die Dinge so entwickelt haben, wie sie sich entwickeln. Aber wir setzen unsere ganze Kraft daran, auch eine Nachfolgegesellschaft mit zu initiieren.“ Der Steinbruch sei für Esterhazy „immer ein großes Anliegen“ gewesen, 2006 habe man in Absprache mit Werner knapp elf Millionen Euro investiert, sagte Wessely.

Man sei mit mehreren möglichen, auch internationalen Investoren im Gespräch, er dürfe aber noch keine Namen nennen. In der neuen Lösung sollten sich mehrere Kräfte wiederfinden: „Eine der Kräfte, die sich sicher wiederfinden werden in dieser Lösung, wird der Wolfgang Werner sein. Wir wollen sein Know How“, man wolle auf die Erfahrung des langjährigen Intendanten nicht verzichten: „Er ist eine fixe Größe in allen Zukunftsszenarien, die den Steinbruch betreffen“, so Wessely.

Zwar werde es nicht die Opernfestspiele als Gesellschaft, aber eine neue Gesellschaft geben, in der Werner seine Rolle haben solle. Werner habe es geschafft, von 10.000 Besuchern auf 200.000 Besucher zu kommen: „Die Menschen lieben ihn, die Menschen schätzen ihn und er sollte eines der Aushängeschilder nach außen auch in dieser neuen Gesellschaft sein.“ Was er konkret mache, das werde noch zu verhandeln sein, meinte Wessely.

Ob die weiterführende Gesellschaft die Firma „Arenaria“ sein werde, wisse man noch nicht. Diese sei als Gesellschaft gegründet worden, um 2015 einzusteigen und Tosca auf die Bühne zu bringen. Ob sie schon heuer aktiv werde oder eine andere Gesellschaft, könne man noch nicht beantworten, erklärte Wessely: „Aber es ist möglich.“ Die „Aida“-Premiere soll am Mittwoch in einer Woche (9. Juli) wie geplant stattfinden. In welcher Funktion er dabei sein werde, das sei „eine Sache der neuen Betreiber“, sagte Werner.