Vorwärts Tirol trennt sich von LA Andrea Krumschnabel
Einstimmig hat Vorwärts Tirol heute entschieden, die Zusammenarbeit mit der Landtagsabgeordneten Andrea Krumschnabel zu beenden.
Innsbruck – Die Tiroler Partei Vorwärts Tirol hat sich in den heutigen Sitzungen einstimmig darauf verständigt, die politische Zusammenarbeit mit der Landtagsabgeordneten Andrea Krumschnabel zu beenden. Klubobmann Hans Lindenberger begründet dies damit, dass sich eine weitere Kooperation als „auf diese Art und Weise für beide Seiten nicht sinnbringend“ erwiesen habe. Krumschnabel gehört damit ab jetzt nicht mehr ihrer Partei an und übt ein freies Mandat aus. Die Entscheidung darüber sei einstimmig gefallen, heißt es in einer Aussendung.
Laut Vorwärts-Klubobmann Hans Lindenberger sei die Entscheidung, LAbg. Andrea Krumschnabel aus dem Klub und aus der Partei auszuschließen, eine „sachliche“ gewesen. Eine politische Zusammenarbeit sei wegen „fehlender Teamfähigkeit und mangelndem Vertrauen“ nicht mehr möglich gewesen, sagte Lindenberger. Die Entscheidung habe sich bereits „seit einigen Wochen angebahnt“.
Dass Krumschnabel ihre Ambitionen, Lindenberger abzulösen und selber Klubobfrau zu werden, in parteiinternen Mails kundgetan habe, sei nicht der Hauptgrund gewesen, erklärte Lindenberger: „Aber es war ein Mitgrund“. Am vergangenen Samstag hatte die kurz vor der Landtagswahl 2013 gegründete Bewegung noch ihre Einigkeit betont. Man blicke auf sechs Monate sachliche politische Arbeit nach dem Einigungsparteitag im Dezember 2013 zurück, meinte Parteiobmann Hansjörg Peer. Krumschnabel war für die APA vorerst für keine Stellungnahme erreichbar.
Die Partei hatte sich bereits nach der Landtagswahl im April des vergangenen Jahres in innerparteiliche Grabenkämpfe verstrickt. Das Lager rund um Lindenberger duellierte sich mit den beiden Gründerinnen der Partei, der ehemaligen ÖVP-Landesrätin Anna Hosp und Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI). Die Streitigkeiten gipfelten zwischenzeitlich gar in gerichtlichen Auseinandersetzungen. Bei einem Einigungsparteitag im Dezember 2013 wurde schließlich das Kriegsbeil begraben, Hosp zog sich aus der Politik zurück und Lindenberger blieb Klubobmann unter einer neuen Parteiführung. (tt.com, APA)
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