LGV-Frischgemüse bedauert zu viel ausländische Waren im Handel
Wien (APA) - LGV-Frischgemüse, nach Eigenangaben Österreichs größter Gemüseproduzent, hat am Dienstag bedauert, dass sich der Konsum heuer n...
Wien (APA) - LGV-Frischgemüse, nach Eigenangaben Österreichs größter Gemüseproduzent, hat am Dienstag bedauert, dass sich der Konsum heuer negativ entwickle und auch „überdurchschnittlich viel ausländische Ware im Handel“ vorhanden sei. Daher bleibe der Umsatz heuer hinter jenem des Vorjahres zurück, bedauerten die Genossenschafter bei ihrer Generalversammlung am Dienstag in Wien-Simmering laut Aussendung.
Derzeit liege der Umsatz „bereits 6 Prozent hinter den Erwartungen“, so Robert Fitzthum, Vorsitzender des LGV-Aufsichtsrats. Mitgrund sei der milde Winter in ganz Europa, der dazu geführt habe, dass ausländisches Gemüse sich länger als üblich - bis Ende April - in den Regalen gehalten habe, so LGV-Alleinvorstand Gerald König. „Bleibt die Abnahme durch den Handel aus, hat dies zur Folge, dass das regional produzierte Gemüse zu einem weitniedrigeren Preis exportiert werden muss.“
2013 erwirtschaftete die Genossenschaft mit 39.000 Tonnen verkauftem Gemüse einen Gesamtumsatz von 65 Mio. Euro, hieß es auf APA-Anfrage. Trotz der derzeitigen Situation strebe man heuer einen Umsatz in selber Höhe an.
Beim Fruchtgemüses - Tomaten, Paprika, Gurken - gibt es laut König derzeit 4 Prozent weniger Umsatz als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Stabilisierend wirke sich hauptsächlich der gute Markenaufbau von LGV aus, man sei inzwischen der einzige österreichische Anbieter, der im Gemüseregal noch sichtbar sei, so König.
Fitzthum kritisiert den Handel hart: „Unsere Handelspartner fordern möglichst früh regionales und saisonal produziertes Gemüse und werben auch damit beim Konsumenten. Wenn dann in der Realität ausländisches Gemüse im Regal liegt, steht die Glaubwürdigkeit dieser Konzepte auf dem Prüfstand.“ Es brauche Regelungen für regionale Lebensmittel hinsichtlich Werbung, Platzierung im Regal, Kennzeichnung sowie Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette. Die Versorgungssicherheit mit regionalen Produkten stehe auf der Kippe, gehe es so weiter.
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