Fußball-WM: Splitter 2 - Derby-Stimmung im Vatikan
Rio de Janeiro (APA/dpa/Si) - Weitere Splitter von der Fußball-WM in Brasilien:...
Rio de Janeiro (APA/dpa/Si) - Weitere Splitter von der Fußball-WM in Brasilien:
Nach der Verwirrung um einen angeblichen Rückgang der Netto-Spielzeit bei der Fußball-WM in Brasilien um fast 15 Minuten im Vergleich zum Turnier 2010 hat die FIFA die Angaben auf ihrer Statistikseite korrigiert. In Südafrika lag die Zeit mit dem Ball im Spiel nicht über 68 Minuten, sondern nur bei 54 Minuten, bestätigte die FIFA. „Die Zahl von 2010 wurde leider falsch angezeigt“, hieß es vom Weltverband. Damit liegt die Netto-Spielzeit in Brasilien nach 54 Spielen mit 56,3 Minuten sogar über dem Durchschnitt von 2010.
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„Lance!“ ist Brasiliens größte Fußball-Zeitung. „Lance“ heißt Spielzug. Täglich berichtet das Blatt - mit einer Auflage von 120.000 Stück - auf bis zu 40 Seiten über die Weltmeisterschaft. 27 Reporter und Fotografen sind beim Turnier unterwegs, etwa 100 weitere Angestellte in den Redaktionen in Rio de Janeiro und Sao Paulo sorgen dafür, dass die Zeitung 30 Minuten nach dem letzten WM-Spiel des Tages angedruckt wird. Das Blatt entstand 1997 nach dem Vorbild europäischer Sportzeitungen wie „Marca“ (Spanien).
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Die konservative Kolumnistin Ann Coulter hat das steigende Interesse an Fußball in den USA als Zeichen für den nationalen Sittenverfall gewertet. „Kein Amerikaner, dessen Urgroßvater hier geboren wurde, schaut Fußball“, schrieb Coulter in einer Kolumne. Denn anders als American Football, Basketball oder Eishockey sei Fußball nur etwas für Weichlinge. „Nach einem Footballspiel tragen Sanitäter die Verwundeten davon. Nach einem Fußballspiel bekommt jeder Spieler eine Schleife und ein Trinkpäckchen.“ Es gäbe keine Helden, keine Verlierer, keine Verantwortung. „Alle rennen einfach nur das Feld auf und ab, und hin und wieder geht der Ball aus Versehen rein.“ Für Coulter steht fest: „Wachsendes Interesse an Fußball kann nur ein Zeichen vom Sittenverfall unserer Nation sein.“
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Wenn sich bei der WM Argentinien und die Schweiz gegenüber stehen, dann herrscht im Vatikan Derby-Stimmung. Hier Papst Franziskus aus Argentinien, dort 110 Soldaten der Schweizer Garde. Der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff versprach Franziskus vor der WM zwar, bei allen Partien neutral zu sein, doch wie die Presse-Agentur des Vatikans am Dienstag mitteilte, soll Franziskus einigen Schweizer Soldaten lachend zugerufen haben: „Heute ist Krieg!“ Die Einladung der Schweizer, mit ihnen das Spiel in der Kantine auf Groß-Leinwand zu schauen, schlug der Papst jedoch aus.
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Zumindest Abdelmoumene Djabou darf sich trotz der unglücklichen 1:2-Achtelfinalniederlage gegen Deutschland noch über ein Happy End freuen. Ein algerischer Geschäftsmann versprach jedem algerischen Spieler, der gegen die deutschen Nationalmannschaft ein Tor schießt, einen Porsche Cayenne. Djabou sorgte in der Nachspielzeit der Verlängerung für den Anschlusstreffer.
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